Ricardo

Charakterübernahme aus altem Forum, entsprechend aufgemotzt :-D

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Ricardo
Gestaltwandler
Beiträge: 27
Registriert: Di 20. Aug 2019, 15:38
Unterart: Schwarzer Panther (Jaguar)
Geschlecht: Männlich
Alter: 32
Fraktion: Fraktionslos
Tätigkeit: Wildtier, Jäger
Ort: https://exile-rpg.info/viewtopic.php?f=65&t=583#p2697
Laune: etwas durch den Wind
Geruch: Erde, Blätter, Katze
Sonstiges: aktuelle Form: Mensch
Er ist nackt und trockene Erde klebt an ihm. Besonders an den Rückseiten der Beine und am Hintern.
Charakterbogen: https://exile-rpg.info/viewtopic.php?f=180&t=569

Ricardo

#1

Beitrag von Ricardo » Di 20. Aug 2019, 15:46

Persönliche Daten

Vollständiger Name:
- Ricardo Peres

Rasse:
- Gestaltwandler

Unterart:
- Schwarzer Panther (Jaguar)
- steht unter dem Einfluss magischer Anomalien

Geschlecht:
- männlich

Alter, Geburtsdatum und Geburtsort:
- 32 Jahre / geboren am 23. Juni 10 d. zweiten Zeitalters in den Wäldern nördlich von Elysias (Exile)

Familienstand:
- ledig

Beruf oder Tätigkeit/Fraktion:
- Jäger und Fährtenleser
- fraktionslos


Aussehen

Erscheinungsbild:
- 1,92 m in Menschengestalt
athletisch, breitschultrig
markante Gesichtszüge
stets sonnengebräunt, stellenweise sich heller abhebende Narben am Körper
dunkelbraune Augen
funktionelle, leichte Kleidung aus schwarzer Schur- oder Baumwolle, schwere schwarze Stiefel

- 72 cm Schulterhöhe in Tiergestalt, insgesamt ein recht großes Tier für seine Art
sehnig, kräftig, oft eher ein wenig zu dünn als gut ernährt aussehend
schwere, krallenbewehrte Pranken
goldgelbe Augen

Besondere äußerliche Merkmale:
- schwarzer Bart und lange, zottelige Haare in Menschengestalt
- eingerissenes linkes Ohr
- lange, wulstige Narbe auf der linken Schulter
- Die Kleidung sieht meist ziemlich mitgenommen aus.
- In Tiergestalt zeichnen sich bei starkem Lichteinfall die für einen Jaguar typischen Flecken zwischen Grauschattierungen im Fell ab.

Ausrüstung und Wertgegenstände:
- ein kleines, scharfes Messer in einer ledernen Scheide am Gürtel


Charakter

Charaktereigenschaften und -merkmale:
- Ricardo besitzt die stoische Ernsthaftigkeit eines geübten Jägers, der es gewohnt ist, selbst für sein Überleben zu sorgen. Das Töten ist seine Berufung und er geht ihr ohne zu zögern und mit größter Präzision nach. Beute zu jagen und zu erlegen ist für ihn vollkommen natürlich und entspricht einfach seinem Wesen; fressen oder gefressen werden ist für ihn der Lauf der Natur.
Dadurch, dass Ricardos Wesen hauptsächlich von seiner tierischen Seite geprägt ist, versteht er manche menschlichen Verhaltensweisen nicht – oder er will sie nicht verstehen. Er hasst jegliche Form von Ungerechtigkeit und würde ein Gegenüber daher niemals völlig ohne Grund angreifen. Fühlt er sich aber provoziert, kann er sehr schnell aufbrausend werden und im wahrsten Sinn des Wortes seine Krallen ausfahren.
Gegenüber seinen Gegnern ist Ricardo gnadenlos; seiner Familie und seinen Freunden aber schenkt er absolute Loyalität und beschützt sie mit seinem Leben. Für gewöhnlich sagt er gerade heraus, was er denkt; er kann es auch nicht wirklich anders. Lügen und Intrigen liegen nicht in seiner Natur und er rechnet auch selten damit, mit einer solchen konfrontiert zu sein. So mag er im Umgang mit Menschen ein wenig naiv sein; eine Schwachstelle, der er sich zwar nach diversen leidvollen Erfahrungen bewusst ist, gegen die er aber nicht ankommt.
Mit menschlichen Beziehungen und Konflikten ist Ricardo schnell überfordert und es fällt ihm schwer, seine eigenen Gefühle in Worten auszudrücken. Weiß er mit einer Situation deshalb nicht umzugehen, wählt er meist die Flucht in die Wildnis, wo er Wochen und Monate in Katzengestalt verbringt. So hat er zwar gelernt, sich menschlichen Gepflogenheiten anzupassen, doch das Wildtier in ihm überwiegt nach wie vor. Katzentypisch lässt er sich einfach nichts gefallen, wonach ihm gerade nicht ist.
So mag der Umgang mit ihm manchmal schwierig sein, doch solange man nicht versucht, ihn zu irgendetwas zu verpflichten, ist er durchaus ein guter Zuhörer und bietet gerne seine breiten Schultern zum Anlehnen.
Der magische "Unfall", der ihm kurz nach dem Kataklysmus zugestoßen ist, hat ihn allerdings auf eine Weise verändert, die sein Selbstbewusstsein und seine unerschütterliche Art stark auf die Probe stellt. Oftmals weiß er nicht, was mit ihm geschieht oder wie er mit all den Dingen umgehen soll, die er unfreiwillig erlebt, was ihn sehr verunsichert, ebenso die Tatsache, dass er Vision und Realität nicht immer zweifelsfrei trennen kann. Die Nebenwirkungen plagen ihn und lassen ihn von Zeit zu Zeit vollkommen die Kontrolle verlieren oder sogar auf Hilfe angewiesen sein, worauf er nicht selten mit Wut und Aggression reagiert. Wer Ricardo zuvor gekannt hat, würde ihn in diesen Phasen wahrscheinlich kaum wiedererkennen.

Fähigkeiten:
- ausgesprochen geübter und geschickter Jäger und Fährtenleser
- verfolgt unbeirrt seine Ziele
- verhält sich Familie und Freunden gegenüber extrem loyal
- große körperliche Kraft
- Kampferfahrung
- gesteigerte Sinne und Nachtsicht auch in Menschengestalt
- tierische Instinkte in beiden Gestalten
- in Tiergestalt ist er sehr wendig und kann außergewöhnlich schnell rennen

- Verzerrung der Dunkelheit: kann seine Konturen im Dunkeln verschwimmen lassen und wird dadurch nahezu unsichtbar (Fähigkeit noch nicht bewusst entdeckt)
- Wilde Präsenz: kann die Illusion erschaffen, dass seine menschliche und tierische Gestalt sich vermischen, wie bei einem magischen Flimmern, und erscheint dabei größer und bedrohlicher (Fähigkeit noch nicht bewusst entdeckt)

Die bewusstseinerweiternden magischen Fähigkeiten hat Ricardo nicht unter Kontrolle; sie "passieren" ihm einfach manchmal und lösen meist wenig später heftige Kopfschmerzen bis hin zu Migräneanfällen aus. Die Anfälle können so weit gehen, dass er unter neurologischen Symptomen, Verwirrtheitszuständen und extremen Alpträumen leidet. Im Wachzustand verfolgen ihn zudem manchmal Halluzinationen und Visionen, die er nicht einordnen kann.

Ängste:
- seiner Freiheit beraubt zu werden
- jemanden zu finden und wieder zu verlieren, der ihm wirklich am Herzen liegt
- enge, geschlossene Räume
- die Kontrolle zu verlieren; der Magie hilflos ausgeliefert zu sein

Ziele:
- Roland Zazce killen
- seine Geschwister Mariana und Rodrigo wiederfinden
(Raquel und Daniel sind bereits in der alten Welt bzw. vor dem Kataklysmus gestorben)
- seine Zugehörigkeit finden; einen Ort, an dem er sich zuhause fühlt
- herausfinden, was da neuerdings in ihm vorgeht, und es beherrschen lernen oder am liebsten sogar wieder loswerden

Meinung über andere Rassen:
- Im Großen und Ganzen steht Ricardo allen Wesen neutral gegenüber, solange sie sich entsprechend verhalten. Ausnahmen sind Hunde- und Wolfsartige, die er schon wegen ihres Geruchs und der schlechten Erfahrungen in seiner Vergangenheit nicht leiden kann. Auch anderen natürlichen Feinden der Großkatzen steht er instinktiv misstrauisch gegenüber.
- Menschen sind für Ricardo immer noch eine Art, die er nicht so recht einschätzen kann. Mit ihnen hat er sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht. Er ist daher eher vorsichtig, wenn er einem fremden Menschen begegnet, auch, weil er weiß, dass er sie und ihre Lügen nicht durchschaut – oder eben erst, wenn es längst zu spät ist. Manche von ihnen allerdings hasst er abgrundtief.


Vergangenheit:
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Seine Familie stammt aus dem südlichen Amazonas-Gebiet in Brasilien, wo sie weitestgehend wild und ohne Kontakt zu Menschen gelebt hat. Als die dort lebenden Stämme begannen, ihnen den Lebensraum immer mehr streitig zu machen, waren die Jaguare gezwungen, sich zu verteidigen, was immer öfter in blutigen Kämpfen endete. Da es aussichtslos war, auf Dauer gegen die Menschen anzukommen, begannen sich die Jaguare an deren Lebensgewohnheiten anzupassen und sich in ihrer menschlichen Gestalt in die Dörfer zu begeben, um durch Diplomatie einen Waffenstillstand zu erreichen. Aber auch das blieb erfolglos und so fielen immer mehr Jaguare den menschlichen Jägern zum Opfer.

Ricardos Mutter, die zu diesem Zeitpunkt bereits schwanger war, beschloss schließlich, sich und ihren Wurf durch das Portal in Sicherheit zu bringen. Die Hoffnung auf eine neue, bessere Welt und einen geschützten Lebensraum, in dem sie vor den Menschen sicher wären, war schließlich auch in ihrem Herzen entflammt. Der Vater konnte seine Familie nicht begleiten. Zu verbissen gab er sich der Überzeugung hin, dass die Jaguare sich eines Tages doch noch im Kampf behaupten würden. Maria, die sich zwischen ihm und ihren Welpen entscheiden musste, konnte nicht anders, als ihn zurück zu lassen. Die Passage glückte und wenige Monate später brachte sie Ricardo und seine vier Geschwister zur Welt. Ricardo war von allen Fünf der Einzige, dessen Fell wie das seines Vaters vollkommen schwarz war. Die kleine Familie fand sich in den nördlichen Wäldern zwischen Elysias und Port Geneve gut zurecht.

Von klein auf bereitete die Mutter sie darauf vor, dass sie eines Tages auch ihre menschliche Seite würden leben müssen. Noch konnten die Welpen sich nicht wandeln, aber Maria brachte sie immer wieder in die Nähe der Siedlungen, um zu beobachten, und lehrte sie alles, was sie selbst über die Menschen und die anderen Wesen wusste. Sie wollte nicht noch einmal einen Wurf völlig wild im Wald aufwachsen lassen und ihn am Ende hilflos den Menschen ausgesetzt sehen. Ricardos erste Wandlung geschah überraschend an seinem 17. Geburtstag. Er war der erste von den Geschwistern, der seine menschliche Gestalt beherrschen lernte. Und von diesem Tag an lernte er sich auch bestens einzufügen und anzupassen, so dass er unter normalen Menschen heute kaum noch auffällt. Seine Geschwister machten diesen Prozess ebenfalls in ähnlicher Weise durch, wobei Mariana und Rodrigo sich bald sogar entschieden, ganz nach Elysias zu ziehen. Von da an traf er sie nur noch selten in den Wäldern an. Raquel, Daniel und Ricardo selbst entschlossen sich aber, weiterhin bei der Mutter in der Wildnis zu bleiben, wo sie gemeinsam die Jagd bis nahezu zur Perfektion übten. Die menschliche Gestalt hatte dabei durchaus ihre Vorteile, denn mit einem Messer ließ sich die Beute zum Beispiel viel besser häuten und zerteilen, so dass sie das Fleisch sogar auf dem Markt verkaufen konnten.
Als Ricardo und seine Geschwister 23 Jahre alt waren, wurden sie bei einem nächtlichen Ausflug von einem Rudel Wölfe überrascht und angefallen. Es entbrannte ein Kampf auf Leben und Tod, bei dem die Mutter und seine Schwester Raquel getötet wurden. Den beiden verbliebenen Brüdern gelang es schließlich, die noch lebenden Wölfe in die Flucht zu schlagen. Schwer verwundet und in tiefer Trauer zogen Ricardo und Daniel sich in eine Höhle im Wald zurück, wo sie nur langsam wieder zu Kräften kamen. Während Daniel die Erlebnisse und den Verlust nie richtig verschmerzt hat und zurückgezogen im Wald lebte, entschloss sich Ricardo schließlich eher dazu, dem Rat seiner verstorbenen Mutter zu folgen und sich unter den Menschen in Elysias einzuleben. Doch zu viele schlechte Erfahrungen schürten seinen Hass gegen die Menschen erneut und trieben ihn schon bald wieder aus der Stadt heraus. In Port Geneve schloss er sich den Dörflern an und als er die Missstände dort sowie die Not vieler Dorfbewohner erkannte, entschied er sich, die Wesen nach Kräften beim Aufbau eines würdevollen und sicheren Lebens zu unterstützen. Schon bald fand er Gleichgesinnte und verfügte bald über einen großen Kreis aus Freunden, Verbündeten und Unterstützern, welche sich der gemeinsamen Sache widmeten.

Doch dann begannen sich die Ereignisse zu überschlagen: Ricardo öffnete der Dorfwirtin Talisa sein Herz und ging eine tiefere Verbindung mit ihr ein. Doch bevor die Beziehung zwischen beiden richtig ernst werden konnte, wurde Port Geneve von einem Rudel Wolfswandler angegriffen. Sein zu diesem Zeitpunkt engster Vertrauter, der Bärenwandler Morrak, wurde schwer verletzt und verschwand in der Wildnis. Ricardo machte sich auf eine erfolglose Suche nach ihm und kehrte erst Monate später zurück.
Die Beziehung zu Talisa war entsprechend nicht mehr dieselbe; sie gestand Ricardo sogar, dass sie in der Zwischenzeit mit dem von ihm sowieso schon verhassten Roland Zazce zusammen gewesen war. Die Rivalität zwischen den beiden Männern verschärfte sich entsprechend; Ricardo überspielte den Schmerz in seinem Herzen auf die ihm eigene Art und stürzte sich in den Aufbau einer Dorfmiliz, was wiederum Roland Zazce ein Dorn im Auge war, denn er verfolgte ganz andere Ziele und Machenschaften, die ihm erst viel später zum Verhängnis werden würden.
Immer wieder kam es zu Reibereien zwischen beiden, und obwohl Ricardo weiterhin eine enge Freundschaft mit Talisa pflegte, spitzte sich die Situation weiter zu. Als Ricardo schließlich vom Tod seines Bruders Daniel erfuhr, verließ er Port Geneve endgültig und zog sich trauernd und wütend in die Wildnis zurück. Da er die Vorzeichen der Natur bereits lange vor dem Kataklysmus richtig deutete, zog er mit einer Handvoll anderer Wandler weit in den Süden und blieb so von der Katastrophe verschont. Er schickte Warnungen an Talisa und seine Geschwister in Elysias, aber ob diese rechtzeitig ankamen und was mit ihnen passierte, hat er bis heute nie erfahren.

Ricardo streift seitdem in den Wäldern umher und hat sich in den letzten Monaten immer weiter der Siedlung Weißkliff angenähert. Nach dieser langen Zeit in der Wildnis macht sich in ihm eine Stimme bemerkbar, die ihn daran erinnern will, dass er das Menschenblut in sich nicht ewig leugnen kann. Doch das allein ist es nicht, was ihn in die Nähe der Menschen und anderen Wesen zieht: Etwas - das spürt er - muss in letzter Zeit mit ihm passiert sein. Es lauert dicht unter der Oberfläche, aber eine konkrete Erinnerung an das Ereignis fehlt ihm. Manchmal ist es, als würde sich die Realität vor seinen Augen verschieben; als würde sie durchscheinend werden und etwas anderes preisgeben, und er tut und sieht Dinge, ohne dass er es will ... Es macht ihm Angst, was mit ihm passiert, und er ist voller Fragen. Aber noch kann er sich nicht eingestehen, dass er dringend Hilfe braucht, und zögert, den Schritt zurück in besiedelte Gebiete zu tun.

Spoiler
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Beim Streifzug durch die teils nach dem Kataklysmus immens zerstörte Wildnis ist er in einen RIss in der Oberfläche geraten und einige Meter tief abgestürzt. Die interdimensionale Magie, die durch den Riss im Gefüge tief aus Exiles Innerem nach oben strömte, setzte sich hungrig wie ein lebendes Wesen in Ricardo fest und es war reines Glück, dass er die immensen magischen Kräfte, die für kurze Zeit Besitz von ihm ergriffen, überhaupt überlebte. Wahrscheinlich hat er das nur dem Umstand zu verdanken, dass er durch die schiere energetische Gewalt sofort aus dem Abgrund herausgeschleudert wurde. Einen Augenblick lang geriet er dennoch hinter den Vorhang der Realität und sah Dinge, mit denen sein Verstand völlig überfordert war. Ricardo erwachte irgendwann später mit heftigen Prellungen und gestauchten Knochen, jedoch ohne sich daran zu erinnern, was genau passiert ist. Zwar will ihn sein Verstand offensichtlich vor dem Gesehenen schützen, doch die Veränderung, die mit ihm vorging, wurde dadurch nicht aufgehalten. Neben der Tatsache, dass ihn seine neuen Fähigkeiten immer öfter "überkommen", sind die negativen Auswirkungen immens und beeinträchtigen ihn mittlerweile in vielen Lebenslagen.



Musterpost:

Ein Wispern schien über den Wiesen zu liegen, stimmlos und vielstimmig zugleich; uralte Worte und solche in jener Sprache einer neuen Welt. Wehklagen schwebte von den Gräbern her über die verwitterte Steinmauer hinweg, fing sich wie ein Echo im sanften Wogen des abendlichen Graslandes und erzählte von Leid, Schmerz und Tod. Mit dem Hereinbrechen der Dunkelheit wandelte sich der kleine, alte Friedhof, auf dem neben den schrecklich verstümmelten Leichen jenes unlängst entbrannten Kampfes noch die Überreste der ersten Siedler ruhten, zu einem Hort geballten Unlebens. Die Schatten schienen hier tiefer und lebendiger in ihrem Tun, die sanfte, laue Brise verlieh dem nicht Sichtbaren eine Unzahl an flüsternden Stimmen. Vieles würde man sich erzählen lassen können, wenn man es wagte, in der Finsternis hier zu verweilen; sich dem Endgültigen genauso zu stellen, wie der eigenen Vergänglichkeit, beides Teil jener vielschichtigen Wirklichkeit und zugleich so viel mehr als nur das bloße Fehlen von Licht und Leben.

Ricardo kniete im Gras und wühlte in der trockenen Erde, bis schwarzer Stoff zum Vorschein kam. Ein wachsamer Blick zurück enthüllte unweit entfernt die zusammengesunkene Gestalt der jungen Frau, welche sich auf dem Boden niedergelassen hatte und ihre Stimme schwebte hell zu ihm heran, als sie scheinbar mit sich selbst sprach. Ansonsten konnte er mit den Augen nichts Auffälliges ausmachen, sehr wohl aber die Witterung einiger Wölfe und Hyänen, die sich zwischen den Grabsteinen und hinter der Mauer um die blutigen Fleischstücke und Knochen stritten. Ein sehr leises, aber dunkles Knurren in seiner Kehle schickte eine deutliche Warnung in den Wind, ohne dass Ricardo den Räubern auch nur einen Blick zuwarf, im Gegenteil, unbeirrt widmete er sich weiter seinem Tun. Sie würden sich fern halten; hatten ohnehin mehr Interesse an dem grausigen Festmahl und keinen Grund, anzugreifen. Es dauerte nicht lang, Hemd und Hose aus dem Boden zu ziehen, sie beide in gewohnter Routine auszuschütteln und Erde und Ungeziefer von dem schwarzen Leinen zu klopfen, bis beides zumindest halbwegs annehmbar aussah. Für sich selbst hätte er sich nicht solche Mühe gegeben, aber er wollte Mandia nicht völlig verdreckte Kleidung anbieten, auch wenn anzunehmen war, dass sie diese immer noch lieber annahm, als nackt ins Dorf zu spazieren. Zwar wäre sie nicht die Erste, aber man würde sie dennoch offen begaffen und sie würde es wegen ihres menschlichen Aussehens sowieso schon nicht besonders leicht haben. Mit Ricardo an ihrer Seite, der sich für sie verbürgen würde und nun auch sehr genau wusste, dass sie ein Engelswesen und kein Mensch war, überhaupt, sich gar nicht vorstellen konnte, dass sie in der Lage war, irgendjemandem bewusst Schaden zuzufügen, würde es aber wohl kein allzu großes Problem werden.

Er schlüpfte in die Hose, zog sie hoch und knöpfte sie zu, dann ging er zu Mandia zurück. Sie schien innerhalb der kurzen Zeit, die er weg gewesen war, tief eingeschlafen zu sein, und er ging in die Hocke, schickte seinen Blick aufmerksam und schweigend über ihre Gestalt. Gut ... Die Erschöpfung schien nun ihren Tribut zu fordern, aber das machte nichts. Es war nur noch ein kleines Stück bis nach Port Geneve und sie konnte sich an seiner Brust ausruhen, während er sie sicher nach Hause brachte. Schlaf, du Wesen heiligen Blutes, du hast es dir mehr als nur verdient. Behutsam breitete er sein Hemd über sie, welches ebenfalls aus schwarzem Stoff bestand und - würde sie es anziehen, wohl ein gutes Stück zu groß für sie war, so dass es leicht bis über ihre Schenkel herab reichte. Dann schickte er sich an, sie hoch zu heben, um sie den Rest des Weges zu tragen.


Out of Character

Plotidee:
Durch etwas oder jemanden soll er den nötigen Schubs bekommen, um sich wieder in die Zivilisation und unter Menschen zu wagen. Ricardo wird sich zunächst schwertun, sich wieder an die Lebensweise dort zu gewöhnen; noch dazu hat er noch keine Ahnung von der Magie, die er irgendwo aufgeschnappt hat und löst die neuen Fähigkeiten unabsichtlich aus, woraufhin er unter teils schweren Nebenwirkungen zu leiden hat. Dementsprechend könnte er diverse Probleme verursachen und für Verwirrung sorgen. So soll er neben neuen Feinden auch neue Freunde finden und vielleicht auch an Informationen über den Verbleib seiner Geschwister kommen. Weiters interessant wäre jemanden zu finden, der sich mit der Magie ausreichend auskennt, um ihm zu helfen.

Eine Konfrontation mit Roland Zazce wäre natürlich auch eine Idee, um entweder in einen Kampf auf Leben und Tod auszuarten oder einen Weg zu finden, die alte Feindschaft zu begraben.

Das darf sich dann gerne entwickeln. 😊

Zweitcharakter(e):
- Jayce Fergusson
- Jazminka Borilova

Sonstige Anmerkungen oder Hinweise:
-
Zuletzt geändert von Ricardo am Sa 24. Aug 2019, 17:47, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Ricardo

#2

Beitrag von Viktor Vadulescu » Di 20. Aug 2019, 17:20

In Bearbeitung. Bitte habe Verständnis dafür, dass unser Team sich Zeit nimmt, um deine Bewerbung in Ruhe anzusehen und zu besprechen. Wir melden uns innerhalb ca. einer Woche mit einer privaten Nachricht bei dir.
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Ricardo
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Re: Ricardo

#3

Beitrag von Ricardo » Sa 24. Aug 2019, 17:48

Steckbrief überarbeitet.

Ergänzungen in Blau,
Änderungen in Grün.

Liebe Grüße :-)
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Miguel Rotolo
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Re: Ricardo

#4

Beitrag von Miguel Rotolo » So 25. Aug 2019, 13:02

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Re: Ricardo

#5

Beitrag von Ricardo » So 25. Aug 2019, 16:20

Danke schön! :-)
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