Nicolas von Arnstein

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Nicolas von Arnstein
Vampir
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Tätigkeit: immer noch wunderlicher Wissenschaftler

Nicolas von Arnstein

#1

Beitrag von Nicolas von Arnstein » Fr 15. Nov 2019, 20:04

Persönliche Daten

Vollständiger Name:
- Nicolas von Arnstein

Rasse:
- neuerdings ein echter Vampir, davor ein "Adaptierter Vampir"
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Adaptierter Vampirismus: Erinnerungen an einen Versuch – Nicolas von Arnstein


Vorwort:

Zu Beginn muss sich der Verfasser sogleich beim geneigten und interessierten Leser für die Unvollständigkeit und Ungenauigkeit des Berichtes entschuldigen. Das behandelte Experiment entstammte einer Zeit des allgemeinen Aufruhrs in Europa im politischen, religiösen und mentalitätsgeschichtlichen Sinne.
Im Zuge kriegerischer und gesellschaftlicher Umwälzungen hat der Verfasser selbst einige Opfer erlitten, darunter den Verlust seiner Unterlagen und durch eine Kopfverletzung auch zeitweise seines Gedächtnisses.
Es steht dem Leser daher frei, diesen Bericht als Humbug abzutun. Für die Echtheit kann der Verfasser nur mit seinem Namen bürgen. Und mit dem Ergebnis seiner Forschung.

Die Fragestellung:

Vorrangiges Interesse des Verfassers war die Verlängerung der menschlichen Lebenserwartung auf künstlichem Wege. Als praktizierender Alchemist und Schwarzmagier fand er alle bisherigen Ansätze entweder als nicht praktikabel oder schlicht als unbefriedigend.
Gerard van Swieten ist es zu verdanken, dass der Verfasser einen anderen Weg ins Auge fasste, der mehr Erfolg versprach.

In seinem Werk Vampyrismus berichtet der Forscher von seinen Beobachtungen in den östlichen Habsburgergebieten und versucht, den dort grassierenden Vampirwahn als Aberglauben der einheimischen bäurischen Bevölkerung zu entlarven.
Mit meinen damaligen Forschungskollegen reiste ich schließlich selbst in diese Ländereien, um zunächst van Swietens Beobachtungen zu bestätigen. Der Verfasser gibt hierbei aber auch zu bedenken, dass van Swieten offenkundig keinem richtigen Vampir begegnet ist. Dem Verfasser war diesbezüglich mehr Glück beschienen, zumal der Vampir sich freiwillig für das Experiment zur Verfügung gestellt hat.

Die Fragestellung lautete also wie folgt: Kann das menschliche Leben unter Zuhilfenahme des Vampirismus verlängert werden?

Der wissende Leser wird bei dieser Fragestellung wohl schmunzeln. Denn Vampire gelten nach allgemeiner Auffassung unter gelehrten Kreisen als unsterblich (oder als extrem langlebig, möchte der Verfasser hier einwenden). In der Tat wäre es ein Einfaches, durch den Vampirismus sein Leben künstlich zu strecken.

Der Verfasser muss jedoch einwenden, dass es durch den Vampirismus zu einer extremen Wesensumstellung des Betroffenen kommt, im biologischen wie im psychologischen Sinne. Der gemeine Vampir ist angewiesen auf Blut, auf Dunkelheit und auf die Befriedigung weiterer Bedürfnisse, die im Allgemeinen von den Bedürfnissen der Mehrheit der Menschheit abweichen.

Die präzisierte Fragestellung musste also wie folgt lauten: Kann das menschliche Leben unter Zuhilfenahme der positiven Eigenschaften des Vampirismus verlängert werden, bei gleichzeitiger Negation der negativen Eigenschaften des Vampirismus?


Die Natur des Vampirismus

Nach Wissen des Verfassers herrscht unter Naturforschern und Theologen kein einhelliges Bild über die Natur des Vampirs vor. Für die einen gilt er als Krankheit, die zu einer körperlichen Veränderung führt. Für die anderen ist er metaphysischer Fluch, manche sprechen sogar von einer Besessenheit.

Aufgrund von Beobachtungen und experimentellen Erkenntnissen ist der Verfasser der Ansicht, dass es sich in der Tat um eine dämonische Besessenheit handelt, deren Natur sich aber grundsätzlich von jener Beherrschtheit unterscheidet, die man als dämonische Besessenheit kennt.

Die vampirische Dämonie agiert ähnlich einem Virus, mit erstaunlichen mutagenen Eigenschaften. Der vampirische Dämon übernimmt die Herrschaft über den Wirt und erzwingt eine weitreichende körperliche Umgestaltung. Im Unterschied zum gewöhnlichen Dämon wird das Bewusstsein des Wirtes nicht versklavt. Vielmehr scheint es dem Verfasser nach zu einer Verschmelzung der Bewusstseine des Wirtes und des Dämons zu kommen. Oder aber der vampirische Dämon verfügt per se über nichts, das sich mit einem Bewusstsein vergleichen ließe.

Weiter ist der vampirische Dämon zu einer Art Fortpflanzung in der Lage, indem es dem Wirt möglich ist, andere bewusstseinsfähige Individuen in einen Wirt zu verwandeln. Hier zeigt sich die weitere Ähnlichkeit der vampirischen Dämonie zu einer Viruserkrankung.



Die Adaptierung des Vampirismus – das Experiment


Anwesende Personen:

< Nicolas von Arnstein
< Georg Fausten
< Viktor v. F.
< Antonin Draz

Der Ablauf

Zunächst wurde die Verwandlung der Versuchsperson durch den Vampir Antonin Draz im gegenseitigen Einvernehmen und unter Beobachtung der anderen genannten Gelehrten vollzogen. Die Prozedur folgte dabei dem üblichen Ablauf. Nach der Einnahme des vampirischen Blutes fiel die Versuchsperson in einen todesähnlichen Zustand.

Nun erfolgte die Beeinflussung der vampirischen Umgestaltung von außen. Der sich verwandelnde Körper der Versuchsperson wurde in regelmäßigen Abständen Stromschlägen unterschiedlichster Stärke durch die Apparaturen von Viktor v. F. ausgesetzt. Ziel hierbei war es, die Verwandlung des Probanden zu beschleunigen. Da der Körper durch die Elektrizität beschädigt wurde, musste sich der vampirische Dämon aus Selbsterhaltungsgründen beeilen, die Verwandlung zu vollziehen.

Nachdem die Verwandlung vollzogen war und die Versuchsperson das Bewusstsein wiedererlangte, wurde der geschwächte Dämon einem Exorzismus ausgesetzt, den Georg Fausten ausführte. Es handelte sich aber hierbei um eine Austreibung in abgewandelter Form, auf Grundlage jenes Werkes, welches später als das Voynich-Manuskript bekannt werden sollte. Hierbei sollte die dämonische Präsenz nicht vollständig ausgetrieben, sondern sie dem Willen und Körper des Wirtes unterworfen, das Verhältnis von Herrscher und Beherrschten umgekehrt werden.
Das Endergebnis


Die Versuchsperson überlebte die Transformation und den Exorzismus. Bei einer ersten, vorläufigen Untersuchung zeigten sich ein normaler, menschlicher Stoffwechsel, das Bedürfnis nach Schlaf, Atmung und dem menschlichen Körper genehme Nahrungsmittel. Fangzähne waren keine festzustellen.

In weiterer Folge wurde festgestellt, dass Sonnenlicht der Versuchsperson Schmerzen bereitet und ihrer Haut Schaden zufügt. Verbrennungen und Entzündungen sind die Folge von Sonnenlicht nach einer Bestrahlungsdauer von etwa einer Stunde. Es ist anzunehmen, dass eine durchgehende, vierundzwanzigstündige Bestrahlung durch Sonnenlicht zum Tod der Versuchsperson führt.

Hierbei ließ sich auch zweifelsfrei feststellen, dass die Versuchsperson über die Selbstheilungskräfte eines Vampirs verfügt. Diese erscheinen aber in der Schnelligkeit der Heilung der eines Vampirs unterlegen zu sein. Weiter ist die Versuchsperson nicht gefeit gegen Erkrankungen und Vergiftungen, wie Eigenversuche gezeigt haben. Der adaptierte Vampirismus, davon kann bereits gesprochen werden, vermag aber dagegen angemessen anzukämpfen.

Nachdem die Versuchsperson Mangelerscheinungen zeigte wurde durch Verabreichung von Blut deutlich, dass der transformierte Körper zusätzlich zu gewöhnlicher Nahrung Blut benötigt. Die benötigte Menge ist jedoch vergleichsweise gering. Gleiches gilt für die Abstände, in der eine Versorgung durch Fremdblut nötig wird.



Insgesamt muss gesagt werden, dass das Experiment kein voller Erfolg war. Die Nachteile, welche der Vampirismus mit sich bringt, sind noch zu evident, auf das dieses Verfahren auf breite Schichten der Bevölkerung Verwendung finden könnte. Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft das Verfahren selbst oder aber der Status der Versuchsperson durch neue Erkenntnisse verbessert werden kann.
Unterart:
-

Geschlecht:
- männlich

Alter, Geburtsdatum und Geburtsort:
- 315, um 1700 geboren im Staatsgebiet des heutigen Österreich

Familienstand:
- ledig

Beruf oder Tätigkeit/Fraktion:
- Wissenschaftler, Bürgerliche

Aussehen

Erscheinungsbild:
- Nicolas ist mit 1.75m von durchschnittlicher Größe, erscheint aber oftmals etwas kleiner, als er in Wirklichkeit ist. In der Öffentlichkeit, und vor allem bei Tageslicht, geht er gebückt, um so der Sonne möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Nicolas´ Haare sind hellbraun und zu einem Kurzhaarschnitt zurückgestutzt, damit sich dort keine Läuse breitmachen können, was bei einem blutleeren Vampir ohnedies unwahrscheinlich ist. Diese Blutleere führt auch zu einer noblen bis kränklich wirkenden Blässe bei Kerzenlichte betrachtet.

- Nicolas ist von schmächtiger Statur, aber kein Schwächling. Zeit seines Lebens widmete er sich der Forschung und dies auch in der freien Natur. Durch unzählige Forschungsreisen hat er sich schon vor seiner Wandlung ein gewisses Maß von Konstitution und Ausdauer angeeignet. Das vampirische Wesen hat dies noch verstärkt. Er ist stärker, als sein kümmerlich erscheinender Körper es zugibt.

- Nicolas verfügt nur über einen Satz Gewänder, welche bereits schmutzig, zerschlissen und abgetragen sind. Darunter einen weiten, dunklen Mantel mit Kapuze, um sich vor dem Sonnenlicht zu schützen. Zusätzlich ein Paar Lederhandschuhe.

Besondere äußerliche Merkmale:
- An seiner linken Hand fehlt ihm das letzte Glied des kleinen Fingers. Im Zuge der Überprüfung seiner Selbstheilungskräfte hat er es sich abgetrennt.
- Extremes Narbengewebe zieht sich oberhalb der Hüftknochen einem Gürtel gleich um den gesamten Körper.
- Seine rechte Hand ist mit Tintenflecken übersät. Dies zeugt von seiner regen Schreibtätigkeit.

Ausrüstung und Wertgegenstände:
- Nicolas trägt nur wenig bei sich, vor allem, da er nur wenig hat. Er verfügt über ein Tagebuch und Schreibwerkzeug, dazu einige wenige kleine Behältnisse. Weiter primitives Sezierwerkzeug und ein Dolch als Zeichen, dass er sich bei Gefahr zu verteidigen gedenkt.
- Nicolas verfügt über keine offensichtlichen Wertgegenstände. Sein Tagebuch vermag vielleicht für einige Personen von Wert sein.

Charakter

Charaktereigenschaften und -merkmale:
- Neugierig, wissbegierig, ehrgeizig: Nicolas von Arnstein ist beseelt von dem Gedanken, der Natur ihre Geheimnisse abzutrotzen. Zu diesem Zwecke schont er sich selbst am allerwenigsten.
Als einstmaliger Schwarzmagier vertritt er den für seine Schule eher ungewöhnlichen Standpunkt, anderen nicht grundlos Leid zuzufügen. Alles für und im Dienst der Wissenschaft. Gibt es einen besseren Grund? Am liebsten experimentiert er an sich selbst herum, wenn es der Forschungsgegenstand erlaubt. Dies schafft auch weniger Probleme mit der Bürgerwache und anderen Autoritäten.
Nicolas ist pedantisch in seiner Forschung, aber nachlässig was seinen eigenen Schutz betrifft. Da er bis jetzt alle schädlichen Einflüsse überstanden hat geht er diesbezüglich mitunter unnötige Risiken ein.
Nicolas ist ein vorurteilsfreies Wesen und sieht sich als unparteiischer Beobachter. Es würde ihm nie in den Sinn kommen, über die Taten eines wütenden Dämons moralisch zu urteilen. Vielmehr würde es ihm interessieren, in die Psyche der Wesenheit zu blicken. Vorzugsweise mit dem Skalpell, falls sich die Gelegenheit bietet.
Seit seiner vollständigen vampirischen Verwandlung ist Nicolas weitaus lebhafter, umgänglicher und...merkwürdiger. Es ist beinahe so, als habe der Vampir einiges nachzuholen.

Fähigkeiten:
- Als Vampir verfügt Nicolas über alle Fähigkeiten eines gewöhnlichen Vertreters dieser Rasse.

- Nicolas verfügt über magische, alchemistische, esoterische, biologische und physikalische Kenntnisse. Ein modernes Studium hat er allerdings nie absolviert und dem modernen Wissenschaftsbetrieb hat er nie beigewohnt.
- Nicolas hat im Zuge seiner kürzlich vonstatten gegangenen vollständigen vampirischen Wandlung sein angeborenes schwarzmagisches Potential verloren. Er ist jedoch noch immer ein profunder Kenner und Anwender magischer Rituale. Runenmagie, Knochenlesen, Gesten und Zaubersprüche, Alchymie…Jedoch bedarf es nun ohne magisches Potential einer aufwändigeren Vorbereitungszeit.

Ängste:
- Nicolas fürchtet neuerdings Sensen, Guillotinen und übergroße Spiegelscherben. Der Anblick lässt seinen Narbengürtel unangenehm kribbeln.
- Aus naheliegenden Gründen mag Nicolas das Sonnenlicht nicht sonderlich.

Ziele:
- Nicolas strebt in erster Linie nach Erkenntnisgewinn. Er bevorzugt das Betreten unausgetretener Pfade. Forschung, vor die andere zurückschrecken würden, würden manche als seine Sache bezeichnen.

Meinung über andere Rassen:
- Nicolas ist Wesen und Menschen gegenüber unvoreingenommen. Er kategorisiert sie höchstens nach Nützlichkeit (für seine Forschungen).


Vergangenheit:

- Nicolas von Arnstein wurde um 1700 im heutigen Österreich als Adelsspross geboren. Sein Vater, Gernot von Arnstein, arbeitete als Arzt und Naturforscher und dessen Begeisterung für die Entdeckung neues Wissens übertrug sich auch auf den jungen Nicolas. Die Familienidylle wurde im Jahr 1714 empfindlich gestört, als seine Mutter Mariah und sein älterer Bruder Phillip an der Pest verstarben, die von 1708 bis 1714 in Ost- und Mitteleuropa wütete. Umso ehrgeiziger wurde das Bestreben von Gernot, aus seinem verbliebenen Sohn einen anerkannten Arzt und Naturwissenschaftler zu machen.

Nicolas wurde schließlich auf die Universität geschickt und dort freundete er sich mit dem Magier und Alchemisten Georg Fausten an, der das verborgene Potential in Nicolas erkannte. Um die beiden bildete sich im Geheimen ein magischer Zirkel, der sich auf die Forschung jenseits der offiziellen Wissenschaften spezialisierte. Die „Lichtbringer“ wurden schließlich auf kirchliche und staatliche Anordnung zerschlagen, Nicolas gelang die Flucht in die Anonymität und den Untergrund. Dort führte er seine Forschungen weiter.

Nachdem Gerüchte von angeblichen Vampiren in den neuen Gebieten des Habsburgerreiches die Runde machten, bereiste Nicolas diese Ländereien, um sich selbst ein Bild davon zu machen. Dort schloss er Freundschaft mit dem Vampir und Kollegen Antonin Draz. Gemeinsam mit ihm und anderen Forschern begann Nicolas darüber zu forschen, wie sich der Mensch durch den Vampirismus verbessern ließe.
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Adaptierter Vampirismus: Erinnerungen an einen Versuch – Nicolas von Arnstein


Vorwort:

Zu Beginn muss sich der Verfasser sogleich beim geneigten und interessierten Leser für die Unvollständigkeit und Ungenauigkeit des Berichtes entschuldigen. Das behandelte Experiment entstammte einer Zeit des allgemeinen Aufruhrs in Europa im politischen, religiösen und mentalitätsgeschichtlichen Sinne.
Im Zuge kriegerischer und gesellschaftlicher Umwälzungen hat der Verfasser selbst einige Opfer erlitten, darunter den Verlust seiner Unterlagen und durch eine Kopfverletzung auch zeitweise seines Gedächtnisses.
Es steht dem Leser daher frei, diesen Bericht als Humbug abzutun. Für die Echtheit kann der Verfasser nur mit seinem Namen bürgen. Und mit dem Ergebnis seiner Forschung.

Die Fragestellung:

Vorrangiges Interesse des Verfassers war die Verlängerung der menschlichen Lebenserwartung auf künstlichem Wege. Als praktizierender Alchemist und Schwarzmagier fand er alle bisherigen Ansätze entweder als nicht praktikabel oder schlicht als unbefriedigend.
Gerard van Swieten ist es zu verdanken, dass der Verfasser einen anderen Weg ins Auge fasste, der mehr Erfolg versprach.

In seinem Werk Vampyrismus berichtet der Forscher von seinen Beobachtungen in den östlichen Habsburgergebieten und versucht, den dort grassierenden Vampirwahn als Aberglauben der einheimischen bäurischen Bevölkerung zu entlarven.
Mit meinen damaligen Forschungskollegen reiste ich schließlich selbst in diese Ländereien, um zunächst van Swietens Beobachtungen zu bestätigen. Der Verfasser gibt hierbei aber auch zu bedenken, dass van Swieten offenkundig keinem richtigen Vampir begegnet ist. Dem Verfasser war diesbezüglich mehr Glück beschienen, zumal der Vampir sich freiwillig für das Experiment zur Verfügung gestellt hat.

Die Fragestellung lautete also wie folgt: Kann das menschliche Leben unter Zuhilfenahme des Vampirismus verlängert werden?

Der wissende Leser wird bei dieser Fragestellung wohl schmunzeln. Denn Vampire gelten nach allgemeiner Auffassung unter gelehrten Kreisen als unsterblich (oder als extrem langlebig, möchte der Verfasser hier einwenden). In der Tat wäre es ein Einfaches, durch den Vampirismus sein Leben künstlich zu strecken.

Der Verfasser muss jedoch einwenden, dass es durch den Vampirismus zu einer extremen Wesensumstellung des Betroffenen kommt, im biologischen wie im psychologischen Sinne. Der gemeine Vampir ist angewiesen auf Blut, auf Dunkelheit und auf die Befriedigung weiterer Bedürfnisse, die im Allgemeinen von den Bedürfnissen der Mehrheit der Menschheit abweichen.

Die präzisierte Fragestellung musste also wie folgt lauten: Kann das menschliche Leben unter Zuhilfenahme der positiven Eigenschaften des Vampirismus verlängert werden, bei gleichzeitiger Negation der negativen Eigenschaften des Vampirismus?


Die Natur des Vampirismus

Nach Wissen des Verfassers herrscht unter Naturforschern und Theologen kein einhelliges Bild über die Natur des Vampirs vor. Für die einen gilt er als Krankheit, die zu einer körperlichen Veränderung führt. Für die anderen ist er metaphysischer Fluch, manche sprechen sogar von einer Besessenheit.

Aufgrund von Beobachtungen und experimentellen Erkenntnissen ist der Verfasser der Ansicht, dass es sich in der Tat um eine dämonische Besessenheit handelt, deren Natur sich aber grundsätzlich von jener Beherrschtheit unterscheidet, die man als dämonische Besessenheit kennt.

Die vampirische Dämonie agiert ähnlich einem Virus, mit erstaunlichen mutagenen Eigenschaften. Der vampirische Dämon übernimmt die Herrschaft über den Wirt und erzwingt eine weitreichende körperliche Umgestaltung. Im Unterschied zum gewöhnlichen Dämon wird das Bewusstsein des Wirtes nicht versklavt. Vielmehr scheint es dem Verfasser nach zu einer Verschmelzung der Bewusstseine des Wirtes und des Dämons zu kommen. Oder aber der vampirische Dämon verfügt per se über nichts, das sich mit einem Bewusstsein vergleichen ließe.

Weiter ist der vampirische Dämon zu einer Art Fortpflanzung in der Lage, indem es dem Wirt möglich ist, andere bewusstseinsfähige Individuen in einen Wirt zu verwandeln. Hier zeigt sich die weitere Ähnlichkeit der vampirischen Dämonie zu einer Viruserkrankung.



Die Adaptierung des Vampirismus – das Experiment


Anwesende Personen:

< Nicolas von Arnstein
< Georg Fausten
< Viktor v. F.
< Antonin Draz

Der Ablauf

Zunächst wurde die Verwandlung der Versuchsperson durch den Vampir Antonin Draz im gegenseitigen Einvernehmen und unter Beobachtung der anderen genannten Gelehrten vollzogen. Die Prozedur folgte dabei dem üblichen Ablauf. Nach der Einnahme des vampirischen Blutes fiel die Versuchsperson in einen todesähnlichen Zustand.

Nun erfolgte die Beeinflussung der vampirischen Umgestaltung von außen. Der sich verwandelnde Körper der Versuchsperson wurde in regelmäßigen Abständen Stromschlägen unterschiedlichster Stärke durch die Apparaturen von Viktor v. F. ausgesetzt. Ziel hierbei war es, die Verwandlung des Probanden zu beschleunigen. Da der Körper durch die Elektrizität beschädigt wurde, musste sich der vampirische Dämon aus Selbsterhaltungsgründen beeilen, die Verwandlung zu vollziehen.

Nachdem die Verwandlung vollzogen war und die Versuchsperson das Bewusstsein wiedererlangte, wurde der geschwächte Dämon einem Exorzismus ausgesetzt, den Georg Fausten ausführte. Es handelte sich aber hierbei um eine Austreibung in abgewandelter Form, auf Grundlage jenes Werkes, welches später als das Voynich-Manuskript bekannt werden sollte. Hierbei sollte die dämonische Präsenz nicht vollständig ausgetrieben, sondern sie dem Willen und Körper des Wirtes unterworfen, das Verhältnis von Herrscher und Beherrschten umgekehrt werden.
Das Endergebnis


Die Versuchsperson überlebte die Transformation und den Exorzismus. Bei einer ersten, vorläufigen Untersuchung zeigten sich ein normaler, menschlicher Stoffwechsel, das Bedürfnis nach Schlaf, Atmung und dem menschlichen Körper genehme Nahrungsmittel. Fangzähne waren keine festzustellen.

In weiterer Folge wurde festgestellt, dass Sonnenlicht der Versuchsperson Schmerzen bereitet und ihrer Haut Schaden zufügt. Verbrennungen und Entzündungen sind die Folge von Sonnenlicht nach einer Bestrahlungsdauer von etwa einer Stunde. Es ist anzunehmen, dass eine durchgehende, vierundzwanzigstündige Bestrahlung durch Sonnenlicht zum Tod der Versuchsperson führt.

Hierbei ließ sich auch zweifelsfrei feststellen, dass die Versuchsperson über die Selbstheilungskräfte eines Vampirs verfügt. Diese erscheinen aber in der Schnelligkeit der Heilung der eines Vampirs unterlegen zu sein. Weiter ist die Versuchsperson nicht gefeit gegen Erkrankungen und Vergiftungen, wie Eigenversuche gezeigt haben. Der adaptierte Vampirismus, davon kann bereits gesprochen werden, vermag aber dagegen angemessen anzukämpfen.

Nachdem die Versuchsperson Mangelerscheinungen zeigte wurde durch Verabreichung von Blut deutlich, dass der transformierte Körper zusätzlich zu gewöhnlicher Nahrung Blut benötigt. Die benötigte Menge ist jedoch vergleichsweise gering. Gleiches gilt für die Abstände, in der eine Versorgung durch Fremdblut nötig wird.



Insgesamt muss gesagt werden, dass das Experiment kein voller Erfolg war. Die Nachteile, welche der Vampirismus mit sich bringt, sind noch zu evident, auf das dieses Verfahren auf breite Schichten der Bevölkerung Verwendung finden könnte. Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft das Verfahren selbst oder aber der Status der Versuchsperson durch neue Erkenntnisse verbessert werden kann.
Die nächsten Jahre und Jahrzehnte hielt sich Nicolas weiter im Verborgenen und er suchte nach Wegen, das Resultat zu verbessern. Er folgte Napoleons Zug nach Russland und experimentierte mit den Körpern der Gefallenen, selbiges tat er auf den französischen Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges.

Von den Nationalsozialisten wurde er für kurze Zeit in ein KZ interniert und Experimente an ihm selbst durchgeführt. Ihm gelang noch vor Kriegsende die Flucht in die Sowjetunion, wo er für die Sowjets in der parawissenschaftlichen Forschung tätig wurde. Weiter stellte er sich als Testperson des KGB’s für Drogenversuche, psychologische Folter etc. sowie weltraumspezifische Studien zur Verfügung. Nach einem „Zwischenfall“ mit tödlichen Folgen für den Großteil der Beteiligten, musste Nicolas in den 70ern untertauchen.

Nach Errichtung des Sperrgürtels rund um Tschernobyl zog Nicolas in den frühen 1990ern in das radioaktiv belastete Gebiet, um dort Forschungen durchzuführen. Gerade durch Radioaktivität erhoffte er sich eine Verbesserung des AV.
Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends beschäftigte er sich vor allem mit den Auswirkungen von Krankheiten wie SARS, AIDS oder den unterschiedlichen Grippevariationen.

Schlussendlich wurde er von den unterschiedlichsten Organisationen immer weiter in die Enge getrieben, bis er in der Falle saß. Und ihm das Portal erschien. Im Jahr 36 nach exilianischer Zeitrechnung betrat Nicolas die exilianischen Gefilde und fand sich in einer ihm unbekannten Welt wieder. Nicolas war begeistert von den Möglichkeiten, die sich ihm nun boten. Eine ganze Welt wartete darauf, von ihm erforscht zu werden.

Und daher zog er sich in zunächst in die wilden und unerforschten Gebiete Exiles zurück, um in Ruhe seinen Forschungen nachgehen zu können. Nach einigen Abenteuern (und fehlgeschlagenen Experimenten) erlebte und überlebte er den Kataklysmus relativ geschützt in den Gebirgszügen.

Im Jahre 42 unternahm er eine Expedition in ein verborgenes (und merkwürdiges) Tal, wobei er in zwei Hälften geteilt wurde. Dank seiner schwarzmagischen Fähigkeiten, in Kombination mit seinem adaptiert vampirischen Wesen und Ritualen, überlebte er mit knapper Not. Der Dämon Artemus Malarn brachte Nicolas' beide Hälften nach Weißkliff. Dort setzte sich Nicolas selbst wieder zusammen. Das Ritual hatte jedoch den unerwünschten nebeneffekt, dass der Vampirismus schlussendlich Überhand nahm...


Musterpost:
- siehe Viktor Vadulescu


Out of Character

Plotidee:
- Anknüpfungspunkt für Forscher und Wissenschaftler in Weißkliff. Gemeinsames Experimentieren und die Folgen fehlgeschlagener Experimenten eindämmen bzw. verheimlichen.

Zweitcharakter(e):
- Viktor Vadulescu
- Nathair
- Sharra
- Broken
- Damian Caine
- Criantad

Sonstige Anmerkungen oder Hinweise:
- Die Anzahl der Charaktere wird sich in Bälde ändern.


- Es naht der König ohne Thron...
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