Henry Simmons

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Henry Simmons
Magier
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Registriert: Sa 30. Nov 2019, 22:24
Unterart: Empath / Mentalist
Geschlecht: Männlich
Alter: 36
Fraktion: Bürgerliche
Tätigkeit: Personenschützer, Mitglied der Bürgerwacht
Charakterbogen: https://exile-rpg.info/viewtopic.php?f=189&t=646

Henry Simmons

#1

Beitrag von Henry Simmons » So 1. Dez 2019, 19:34

Persönliche Daten

Vollständiger Name:
- Henry Simmons

Rasse:
- Magier

Unterart:
- Empath / Mentalist

Um ehrlich zu sein, fällt es mir selbst nicht gerade leicht, meine Fähigkeiten kurz und knapp in Worten auszudrücken oder ihnen ein Etikett zu verpassen. Es ist jedenfalls so, dass ich in der Lage bin, die Gefühle meines Gegenübers zu erspüren. Früher passierte es mir oft, dass ich diese unbewusst spiegelte und für meine eigenen hielt, doch mit der Zeit lernte ich sehr wohl, zu unterscheiden. So kann ich auf einer empathischen Ebene in anderen lesen und über dieselbe Verbindung auch Emotionen in ihnen erzeugen. Wobei – nun ja, das trifft es vielleicht auch wieder nicht ganz. Ich suggeriere eher Emotionen, erzeuge also sozusagen kleine Impulse im Unterbewusstsein und mache mein Gegenüber glauben, dass es die von mir vorgegebene Emotion gerade fühlt – was oft dazu führt, dass es sie tatsächlich fühlt, denn Emotionen bestimmen unser gesamtes Denken und Handeln, und umgekehrt. Bei diesem Vorgang passiert eigentlich jedoch nicht viel anderes als ein bewusstes Verwischen der Grenzen zwischen dem emotionalen Ich und dem emotionalen Du. Das ist nun ja wohl für Laien verständlich genug erklärt.

Geschlecht:
Na ratet doch mal!

Alter, Geburtsdatum und Geburtsort:
Ich bin 36, geboren am 02.03.1987 in Dundee, Schottland.
Als ich die Flucht durch das Portal antrat, war ich 26 Jahre alt und Exile schrieb das Jahr 32.

Familienstand:
- geschieden

Beruf oder Tätigkeit/Fraktion:
- Personenschützer / Gelegenheitsjobber im Securitybereich
- Mitglied der Bürgerwache
- Hobbypsychologe

Aussehen

Haha! Immer wieder eine Herausforderung, das eigene Aussehen zu beschreiben, nicht?
Also …

Ich bin einen Meter einundneunzig groß, für meine Begriffe recht athletisch (ich bemühe mich einfach, agil, kräftig und in Übung zu bleiben, auch, was das Kämpfen angeht – schließlich war ich es nie anders gewohnt). Die breiten Schultern habe ich wohl von meinem Vater geerbt, dafür kann ich also nichts (lacht).
Auch das blonde Haar lag bei mir in der Familie, ebenso wie die stahlblauen Augen. Man sagt mir einen durchdringenden Blick nach, was ich selbst aber nicht wirklich beurteilen kann. Ich glaube, es liegt mehr an der auffällig intensiven Farbe. Apropos: Für einen Vollblutschotten bin ich glaube ich von Natur aus nicht blass genug; vermutlich hat sich irgendwo in meiner Ahnenlinie ein Südeuropäer eingeschlichen. Leider bekam ich nie die Gelegenheit, mich eingehender mit meinem Stammbaum zu beschäftigen. Aber man macht sich eben so seine Gedanken.

Erscheinungsbild:

Dafür habe ich Jayce befragt – ehrlich, wie soll ich sonst beurteilen, wie mich die Leute sehen?
Auch auf die Gefahr hin, dass er in der einen oder anderen Hinsicht übertreibt (oder mehr wie ein Liebhaber klingt als mein BFF), kann ich euch nur weitergeben, was er gesagt hat:

„Du bist ein großer, breitschultriger Typ mit einer extrem charismatischen Ausstrahlung. Du selbst nimmst es wahrscheinlich nicht mehr so wahr, aber mir fällt immer wieder auf, wie sich die meisten Anwesenden sofort nach dir umdrehen, wenn du einen Raum betrittst. Dein durchdringender Blick kann etwas befremdlich sein – na ja, als ich dich zum ersten Mal sah, kam ich mir fast ein bisschen auf offener Straße von dir ausgezogen vor, aber auf eine gute Art …“

An der Stelle habe ich ihm eine Kopfnuss verpasst und ihn aufgefordert, nicht so einen Kram zu quatschen. Daraufhin lachte er und fuhr schulterzuckend fort:

„Okay, also … man kann es mögen oder auch nicht. Auf jeden Fall fällst du auf, und das nicht nur wegen deiner Erscheinung, sondern vor allem aufgrund der immensen Ausgeglichenheit, die du ausstrahlst. Du siehst echt meistens so aus, als könnte dich nichts auf der Welt erschüttern. Dazu achtest du sehr auf einen gepflegten Kleidungsstil, ohne dabei abgehoben oder overdressed zu wirken. Seriös eben – seriös, vertrauenerweckend und sympathisch. Als hättest du keinerlei Ecken und Kanten. Eigentlich wärst du der perfekte Betrüger, weißt du das? Ich glaube, jeder und jede würde dir früher oder später in die Falle gehen.“

Tja. Jayce weiß natürlich auch, dass das nicht allein mit meiner Ausstrahlung zusammenhängt. Und ich bin genau das Gegenteil eines Betrügers – nicht, dass das jetzt einen falschen Eindruck erweckt.

Besondere äußerliche Merkmale:

Ich trage meinen Bart ausgesprochen gerne – mal kurz gestutzt, mal etwas länger. Kann mich nicht daran zurückerinnern, mal keinen getragen zu haben. Ist vielleicht ’ne kleine Macke von mir, auf jeden Fall aber ein Markenzeichen.

Auf dem Rücken, den Schultern sowie im Nacken und an den Seiten meines Halses trage ich ein ausladendes Tattoo, das einen Drachen darstellt. Zugegeben, eine kleine Jugendsünde; ein Zeichen meiner Rebellion – und doch stehe ich immer noch dazu, denn auch unter meiner Haut steckt ein Drache. Sorry, falls ich euch damit jetzt desillusioniert habe. Bin eben doch kein Lämmchen (zwinkert).
Spoiler
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Ausrüstung und Wertgegenstände:

Ich verfüge über einen relativ neuen Brustharnisch sowie Armschienen aus Leder und habe mir vor einiger Zeit ein Kurzschwert, einen Dolch mit gezackter Klinge und einen Satz Wurfmesser von Jayce schmieden lassen. Die Wurfmesser trage ich die meiste Zeit bei mir, auch, wenn ich nur in Hemd und Hosen unterwegs bin.


Charakter

Charaktereigenschaften und -merkmale:

Vor allem anderen bin ich ein Mann der Tat. Ich fackle nicht lange, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, und bin es gewohnt, anderen zu zeigen, wo es langgeht. Mir wurde oft gesagt, ich wäre ein geborener Anführer, der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt. Auf jeden Fall gehe ich das Risiko, auch mal einen Fehler zu machen, lieber ein, als die Hände in den Schoß zu legen. Schnell und unter Druck zu agieren habe ich von der Pike auf gelernt. Im Kampf und in vielen Extremsituationen, die ich im Lauf meines Lebens und meiner Karriere zusammen mit meinen Männern durchgestanden habe, ist das nun einmal entscheidend. Ein einziges Zögern kann Leben kosten!

Selbst unter Stress strahle ich oftmals eine Ruhe und Gelassenheit aus, als könnte mich nichts auf der Welt erschüttern. So ist es auch ganz typisch für mich, dass ich nicht lange um den heißen Brei herumrede, sondern die Dinge klar beim Namen nenne. Alles andere ist nicht nur Zeit- sondern auch Energieverschwendung. Durch meine magischen Fähigkeiten erfasse ich die meisten Situationen ohnehin ziemlich schnell und habe ein Talent dafür, selbst in der chaotischsten Situation den Überblick zu behalten. Für die meisten Probleme habe ich schnell Lösungen parat – über Richtig und Falsch kann ich hinterher noch nachdenken; wobei das in den seltensten Fällen viel bringt.

Im sozialen Kontext bin ich ein umgänglicher und relativ weltoffener Typ, mit dem man auch mal herzlich lachen oder einen draufmachen kann. Ich bin ein guter Zuhörer und sage offen meine Meinung, wenn ich denke, dass sie hilfreich sein könnte. Auch tiefsinnigeren Themen gegenüber bin ich aufgeschlossen, und wer mir seine Geheimnisse und Gefühle anvertraut, der kann sich darauf verlassen, dass sie bei mir gut aufgehoben sind.

Doch – und nun kommen die Ecken und Kanten, von denen Jayce behauptet hat, es gäbe sie nicht – ich habe meine klaren Grenzen. Ich weiß ganz genau, was ich will und was meine Prinzipien sind. Für meine Werte und die Leute, die ich beschütze, stehe ich kompromisslos ein, Empathie hin oder her. Kommt mir jemand quer, dann bin ich rigoros, und im Extremfall kenne ich keine Gnade. Ich bin kein Ja-Sager, ich lasse mich nicht in irgendwelche Lügenspielchen hineinziehen und ich ordne mich vor allem nicht unter. Das sieht man mir auch an – und wer meint, diese Warnung ignorieren zu müssen, der hat es ohnehin nicht anders verdient. Ich bin schon immer darauf trainiert, aufzustehen und mich meinen Gegnern zu stellen, und wenn es mir nötig erscheint, greife ich ohne zu zögern zur Waffe. Wer mich einmal zum Feind hat, der kann sich warm anziehen. Und auch hier denke ich erst hinterher über Richtig und Falsch nach – oder eben nie.

Fähigkeiten:

Als ehemaliger Marineoffizier bin ich bereits seit jungen Jahren auf Kampf gedrillt und habe mir im Laufe der Zeit den sicheren Umgang mit verschiedenen Arten von Waffen, aber auch waffenlose Kampffähigkeiten angeeignet. Mein Herz schlägt in erster Linie für Schusswaffen; in Jayce‘ Diensten in Elysias habe ich vor allem mit Armbrüsten trainiert. Dolche sind mein Metier, wenn es um den Nahkampf geht; zumindest bin ich im Umgang damit noch um einiges sicherer als mit Schwertern. Ansonsten greife ich gerne auch mal zu meinen Wurfmessern, mit denen ich verdammt zielsicher bin.

Aufgrund meiner Ausbildung und jahrzehntelangen Erfahrung habe ich mir umfassende Kenntnisse in Erster Hilfe und Notfallversorgung angeeignet, die ich mehr und mehr auf die Gegebenheiten und Möglichkeiten hier auf Exile adaptiere. Während meiner Zeit mit Jazminka Borilova habe ich mir grundlegende Kräuterkenntnisse angeeignet und weiß zumindest einen Heiltrank von einem giftigen Elixier zu unterscheiden. Was mir hier aber am meisten zugutekommt, ist natürlich mein Improvisationstalent. Bezüglich meiner Umsicht und schnellen Entscheidungsfähigkeit habe ich mich ja nun wohl schon genug ausgelassen. Es ist sicherlich auch ein wenig meiner Magie geschuldet, dass es mir so leicht fällt, einen kühlen Kopf zu bewahren und mich wenn nötig von störenden Emotionen zu distanzieren.

Eine Besonderheit ist meine sehr ausgeprägte Empathie: Ich kann leicht erfassen, wie sich mein Gegenüber fühlt; dafür brauche ich mich nur entsprechend zu fokussieren. Es ist daher sicherlich nicht gerade leicht, mir etwas vorzumachen oder mich sogar zu belügen, und ich kann Situationen recht schnell einschätzen.

Die andere Seite der Medaille ist die sehr viel aktivere Fähigkeit der Suggestion: Mit meiner Magie kann ich die emotionalen Grenzen zwischen meinem Gegenüber und mir selbst bewusst verwischen. Finde ich so Zugang zum Unterbewusstsein des anderen, bin ich in der Lage, ihm bestimmte Emotionen zu suggerieren und ihn oder sie in einen von mir bestimmten emotionalen Zustand zu versetzen. Dazu muss ich mein Gegenüber körperlich berühren oder einen sehr intensiven Blickkontakt herstellen, und der Erfolg hängt von der emotionalen Empfänglichkeit des anderen ab. So könnte es bei Dämonen wesentlich schwieriger sein als bei Engeln oder Menschen, auch besteht immer das Risiko, dass mein Versuch mental oder magisch abgeblockt wird. Besonders, wenn ich mein Gegenüber nicht gut genug kenne, gehe ich stets das Risiko ein, aufzufliegen – und na ja, es ist mir nicht nur einmal passiert, dass ich deshalb angegriffen wurde und in arge Schwierigkeiten geriet.

Ich weiß mittlerweile auch, dass ich meine magischen Fähigkeiten nicht unbegrenzt ausreizen kann. Die Anwendung der Magie erschöpft mich mit der Zeit, und ich muss ausreichend Pausen und vor allem Schlaf einplanen, um meine Kräfte wieder aufzutanken und nicht krank zu werden.

Ängste:

Im Grunde bin ich keine sehr ängstliche Person, denn ich verfüge über einen relativ unerschütterlichen Grundoptimismus und vertrete die Einstellung, dass es so gut wie nichts gibt, was man nicht auf die eine oder andere Weise lösen kann.

Dennoch fürchte ich natürlich, zu versagen, wenn ich die Verantwortung für die Leben und die Unversehrtheit anderer trage.

Ich habe Angst davor, dass unser neuer Lebensraum, in den ich, wie so viele andere Erdenflüchtlinge auch, all meine Hoffnungen lege, erneut oder Exile sogar gänzlich zerstört wird. Trotz allem bin ich mir nämlich bewusst, dass um uns herum Kräfte walten, gegen die wir nicht ankommen würden, so sehr wir es vielleicht auch wollen.

Und letztendlich gibt es da eine Sache, über die ich normalerweise nicht spreche: Ich glaube … Ja, ich glaube, ich habe insgeheim auch Angst davor, dass irgendwann der Tag kommt, an dem mich niemand mehr braucht. Und dann? Ehrlich, ich weiß es nicht. Das wäre wohl das Einzige, was mich wirklich richtig runterziehen könnte.

Ziele:

Meine Freundschaft mit Jayce ist mir heilig. Bisher gab es noch niemanden, der mir so nah stand, der mir so ähnlich war und mich so gut kannte. Nicht einmal meine Exfrau. Eines meiner großen Ziele ist es also, diese Freundschaft zu erhalten und immer dafür einzustehen; für ihn da zu sein.

Ich habe mir in den Kopf gesetzt, mit Leuten ins Gespräch zu kommen und die psychologischen und emotionalen Zusammenhänge zu erforschen – nicht nur bei den Menschen, sondern bei sämtlichen Rassen. Ich bin überzeugt davon, dass es äußerst wertvoll wäre, vor allem auch die Unterschiede zu verstehen. So könnte man psychische Schäden, sei es durch das Portal oder aufgrund von anderen Traumata, individuell behandeln und eine Gemeinschaft erschaffen, die besser auf die Bedürfnisse aller eingeht. Vor allem könnten wir damit vielleicht dauerhaft verhindern, dass es erneut zu einem ähnlichen Desaster wie unter Warscenikov kommt. Irgendwann werde ich ein Buch über meine Erkenntnisse schreiben.

Und wenn ich mal nicht davon träume, die ganze Welt zu verändern, dann ist und bleibt mein Ziel, diejenigen zu beschützen, die meinen Schutz brauchen und diejenigen anzuführen, die bereit sind, mir zu folgen, und sei es nur im Kleinen. Das habe ich immer so gehalten und dabei bleibe ich. So einfach ist das. Ich habe ja nicht umsonst die breite Brust meines Vaters geerbt.

Meinung über andere Rassen:

Meine Einstellung zu anderen Rassen ist im Großen und Ganzen neutral. Obwohl ich früher selbst meine magischen Kräfte verstecken musste, habe ich mich doch immer mehr als Mensch gefühlt, der einfach nur eine etwas erweiterte Wahrnehmung hat. Ich war überzeugt davon, unter Warscenikov zu dienen und seinen Idealen zu folgen, sei der einzig richtige Weg, doch nicht, weil ich die anderen Rassen hasste, sondern weil ich meine Verantwortung gegenüber den Menschen erkannte, für deren Sicherheit ich zuständig war. Besonders in meiner Zeit als Anführer von Jayce‘ persönlicher Leibwache nahm ich diese Verantwortung sehr ernst und kam ihr kompromisslos nach. Ich gebe zu, bei solchen Aufgaben entwickle ich schnell mal einen Tunnelblick, aber das bedeutet auch, dass ich nie einen rassebedingten Unterschied machte. Und so ist es nach wie vor.


Vergangenheit:

Im Grunde wuchs ich ziemlich behütet in der oberen schottischen Mittelschicht auf. Doch mein familiärer Alltag war durch meinen dominanten und herrschsüchtigen Vater geprägt, der neben seiner eigenen keine andere Meinung gelten ließ. Mit aller Härte und Strenge erzog er mich zum Mann – eben ganz nach seinen Vorstellungen davon, was einen solchen ausmacht. Da ich keine Geschwister hatte, tobte er sich an mir allein aus, und meine Mutter hatte kein großes Mitsprachrecht.
Das alles war nicht immer leicht zu ertragen, hatte allerdings auch positive Auswirkungen, denn ich lernte von Kindesbeinen an, mich zu behaupten, Menschen zu führen und stets zu tun, was getan werden muss. Das sind auch heute noch meine größten Stärken. Doch der Erwartungsdruck, der auf mir lastete, war viel zu früh viel zu hoch, und ich litt vor allem darunter, dass ich mich niemals schwach zeigen, nie meine Gefühle äußern oder gar darüber sprechen durfte, dass ich sogar spüren konnte, was andere fühlten. Mit diesen besonderen Fähigkeiten umzugehen, die meines Vaters Bild von einem echten Mann natürlich sehr entgegenstanden, brachte mir niemand bei. Zuneigung und Trost erfuhr ich stets nur dann von meiner Mutter, wenn Vater es nicht mitbekam, und sie ermahnte mich immer wieder, den sensiblen Teil meiner selbst niemals offen zu zeigen. Heute vermute ich, dass meine Mutter dieselben magischen Fähigkeiten besaß. Sie wäre also die Einzige gewesen, an die ich mich damit wenden hätte können, doch aus Angst vor meinem Vater erstickte sie jeglichen Versuch im Keim.

Dass ich nach meinem Schulabschluss zur Royal Navy ging, war nur die logische Konsequenz aus allem – von meinem Vater besonders gern gesehen war mein schneller Aufstieg bis in die Offiziersriege. Ich liebte meine Aufgaben, denn ich konnte so nicht nur die ganze Palette meiner Fähigkeiten ausgesprochen gut einbringen, sondern erfuhr auch von allen Seiten Bestätigung und Anerkennung für meine Leistungen. Allem voran war mir die Meinung meines Vaters immens wichtig. Doch der Punkt in meinem Leben kam, als mir bewusst wurde, dass ich kaum je etwas selbst entschieden hatte und von klein auf immer nur die Wünsche meines Vaters erfüllte, nie aber meine eigenen. Der erste Akt meiner Rebellion war die heimliche Hochzeit mit Cara, einer Kollegin, die in der Marinebasis Coulport stationiert war, und mit der mich schon länger die Sehnsucht verband, endlich auch meine Emotionen leben zu dürfen.
Es kam zum Eklat, als ich meinen Vater mit 26 zum ersten Mal zur Rede stellte und versuchte, aus den starren Mustern und Zwängen auszusteigen, die mir auferlegt waren. Eins führte zum anderen, und schließlich zu einer handfesten Auseinandersetzung, in der mein Vater mich wie einen kleinen, aufsässigen Schuljungen verprügelte – und ich mich zum ersten Mal wehrte. Ich war ihm nach all dem Training körperlich inzwischen weit überlegen, und meine so lange aufgestaute Wut überrollte mich einfach. Ich verletzte meinen Vater lebensgefährlich, als ich nach meiner Dienstwaffe griff und sich ein Schuss löste. Eigentlich hatte ich ihn nur zum Einhalten bringen wollen, bevor die Situation eskalierte.
Meine Familie verstieß mich, Cara wollte nichts mehr von mir wissen und reichte nach zwei Monaten Ehe die Scheidung ein. Der Liebesentzug meiner Mutter setzte mir am meisten zu. Wenigstens von ihr hätte ich mir etwas Verständnis erhofft. Als ich begriff, dass es kein Zurück mehr für mich gab, sehnte ich mich nach einem Neubeginn, einem Leben, in dem ich als Einziger über mich bestimmen durfte, und ich nahm den Weg durch das Portal.

Ähnlich wie Jayce Fergusson heuerte ich in Elysias bei der Stadtwache an, wo ich meinen Landsmann kennenlernte. Es entstand eine innige Männerfreundschaft mit vielen Parallelen, wie ich sie nie für möglich gehalten hätte. Endlich war da wieder jemand in meinem Leben, der mir etwas bedeutete, und von dem ich wusste, dass es auf Gegenseitigkeit beruhte. Ich hatte mein neues Zuhause im besten Freund gefunden, den ich je hatte. Als Jayce schließlich zum Kommandanten ernannt wurde, verließ ich die Stadtwache und übernahm die Führung über seine persönliche Leibwache. Ich ging voll und ganz darin auf, für Sicherheit und Leben meines besten Freundes verantwortlich zu sein. So kenne ich als engster Vertrauter nahezu alle Geheimnisse, die Jayce mit sich herumschleppt, und er kennt meine. Meine Loyalität ihm gegenüber ist ungebrochen. Wir schätzen uns gegenseitig sehr und gaben uns bisher immer Rückendeckung. Zugleich verfolgen wir nun schon viele Jahre lang die Praxis, schonungslos und offen miteinander zu sprechen.

Einfach war es allerdings auch nicht, die Ereignisse der Jahre 38 und 39 hautnah mitzuerleben und irgendwann einsehen zu müssen, dass ich Jayce nicht in jeder Lebenslage den Rücken stärken konnte. Er hatte seinen persönlichen Tiefpunkt wohl nach dem Kampf gegen die Rebellen in der Fürstenresidenz erreicht, und auch von mir verabschiedete er sich nicht, bevor er Elysias bei Nacht und Nebel verließ. Es dauerte Tage, bis mir klar wurde, dass er fort war. Meine Position als Leibwächter wurde bald überflüssig; Jayce war binnen kürzester Zeit als Verräter verschrien, und ich ahnte, dass er so schnell nicht wiederkehren würde. Wahrscheinlich hätte man ihn aufgeknüpft. Ich schloss mich wieder der Stadtwache an und nutzte die eine oder andere Expedition ins Umland, um mich umzuhören und mich auf die Suche nach ihm zu machen - doch erfolglos. Wir sollten uns fast zwei Jahre lang nicht wiedersehen.

Irgendwann wurde mir eine einzelne, beunruhigende Nachricht von ihm zugespielt, in der er vom Tod Andrej Warscenikovs schrieb, und dass eine neue Zeit anbrechen würde - Tage bevor offiziell bekannt wurde, dass der Fürst nicht mehr am Leben war. Mit diesem Wissen und dem, was ich mir daraus zusammenreimte, konnte ich unmöglich bei der Stadtwache bleiben. Ich war zum Mitwisser in Bezug auf das vielleicht größte Verbrechen geworden, das Elysias je gesehen hatte, und es wurde einfach zu gefährlich für mich. So verließ ich Elysias auf der Suche nach einem Ort, an dem es sicher wäre und ich neu anfangen könnte. ich ahnte nicht, dass Jayce unterdessen nach Elysias zurückkehrte und Kontakt mit der Fürstin aufnahm.

Wie viele Bewohner in den Dörfern wurde auch ich von den heftigen Unwettern, die der Springflut vorausgingen, überrascht. Im Nachhinein gesehen war es mein Glück, dass ich einer alten Seherin glaubte, die den Kataklysmus ankündigte und uns die Richtung wies, in die wir fliehen sollten. Wir waren eine kleine Gruppe und rannten buchstäblich um unser Leben. Ich erinnere mich nur noch bruchstückhaft an diese Zeit. Zum Teil hatte ich die Arme voller brüllender kleiner Kinder, während ich durch den peitschenden Sturm und Regen hastete. Nicht nur einmal langten wir am Ende unserer Kräfte an, und so manchen mussten wir einfach seinem Schicksal überlassen. Irgendwann holte die Flut uns ein.
Ich weiß nur noch, dass ich im Wasser lag und gegen die Klippen geschleudert wurde. Jemand muss mich an Land gezogen haben, denn als ich das nächste Mal die Augen öffnete, blendete mich heller Sonnenschein. Ich schloss mich einer Gruppe Überlebender an und zog mit ihnen gen Norden, an den Ort, an dem heute Weißkliff steht. Es war selbstverständlich für mich, dass ich beim Aufbau half, denn mir war mehr denn je bewusst, dass dies der ersehnte Neuanfang für mich und für so viele andere war.



Musterpost:

Den könnt ihr euch gerne bei Jayce abschauen!
Noch bin ich nicht soweit, mit dem Schreiben (meines Buches über die Psychologie der Rassen) anzufangen.


Out of Character

Plotidee:

Ich werde zuerst einmal versuchen, Seyia aus ihrer Lebenskrise zu befreien und für sie da zu sein. Da Jayce nun nach seiner Verletzung über den Berg zu sein scheint, ist mir umso mehr bewusst, dass sie dringend jemanden braucht, der ihr Halt gibt.

Ein weiteres Projekt von mir wird es sein, Jazminka Borilova gemeinsam mit Nemesis bzw. der Bürgerwacht endgültig das Handwerk zu legen. Nachdem sie mich so derart kaltblütig benutzt und Jayce beinahe um sein Leben gebracht hat, bin ich nicht mehr bereit, ihre Machenschaften weiter zu decken. Jaja, seid ruhig schockiert, dass ich eine Weile mit ihr unter einer Decke gesteckt habe – hier kann ich es ja zugeben, es bleibt schließlich unter uns. Auf jeden Fall wird die Hexe bezahlen!

Was ich nicht plane, aber da habe ich so eine Vorahnung (😉), ist, dass ich Conny Junker nach Jahren wieder begegnen werde, und das Vampirweibchen wird mir ein ziemlich pikantes Geständnis machen (müssen). Puh … Ich ahne, dass das eine wirklich komplizierte Situation werden könnte. Da ich es aber weder plane noch im Vorhinein wissen kann, kann ich auch hinsichtlich der Konsequenzen für überhaupt nichts garantieren!

Ergänzung:
Ich kann mir auch sehr gut einen Anknüpfungspunkt hinsichtlich des gemeinsamen Experimentierens (siehe Nicolas von Arnstein) vorstellen. Ein bisschen herumstümpern würde mir tatsächlich sehr gefallen - die Aussicht auf wertvolle Erkenntnisse verbessert sich durch eine solche Zusammenarbeit ganz sicher.

Zweitcharakter(e):
- Jayce Fergusson
- Jazminka Borilova
- Ricardo

Sonstige Anmerkungen oder Hinweise:
- Aus dem NPC Henry Simmons wird hiermit ein vollwertiger Char (leicht abgewandelt).
Zuletzt geändert von Henry Simmons am Mi 4. Dez 2019, 20:41, insgesamt 2-mal geändert.
Wer geht mit mir
den ganzen Weg, selbst wenn uns was passiert?
Wer kommt mit mir
auf diesem Pfad, auch wenn es steinig wird?
Wer wird mich begleiten
auch durch das finstere Tal?
Wer wird bei mir bleiben
selbst wenn ich stolpere, wenn ich fall'?

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Re: Henry Simmons

#2

Beitrag von Claire » Di 3. Dez 2019, 21:38

In Bearbeitung. Bitte habe Verständnis dafür, dass unser Team sich Zeit nimmt, um deine Bewerbung in Ruhe anzusehen und zu besprechen. Wir melden uns innerhalb ca. einer Woche mit einer privaten Nachricht bei dir.
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Re: Henry Simmons

#3

Beitrag von Henry Simmons » Mi 4. Dez 2019, 20:40

Ergänzung in blau.
Wer geht mit mir
den ganzen Weg, selbst wenn uns was passiert?
Wer kommt mit mir
auf diesem Pfad, auch wenn es steinig wird?
Wer wird mich begleiten
auch durch das finstere Tal?
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selbst wenn ich stolpere, wenn ich fall'?

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Re: Henry Simmons

#4

Beitrag von Claire » Mi 4. Dez 2019, 20:46

Willkommen auf Exile, Henry Simmons!
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