Am 1. Januar 2013 endete das erste Zeitalter auf der Erde. Die hochgepriesene Zivilisation war zerrissen von Rassenkonflikten und beherrscht von Angst und Misstrauen – Menschen jagten Wesen, Wesen jagten Menschen, und eine Abwärtsspirale der Vernichtung schien unausweichlich, blutige Kriege boten Ventil für langjährig angestauten Zorn. An jenem Neujahrsmorgen erschuf ein Zusammenschluss von Magiern und Dämonen ein gewaltiges Portal und die dahinterliegende Welt – Exile war geboren, das zweite Zeitalter begann. Das magische Portal öffnete sich fortan all jenen, die verfolgt, verzweifelt und getrieben bereit waren, alles hinter sich zu lassen, und gestattete ihnen den Übergang in eine neue Welt. Ungezähmt, unzivilisiert, erfüllt von mythischen und irdischen Kreaturen, bot der zum Großteil unerforschte Kontinent allen Vertriebenen ein neues Zuhause ... bis sich die Geschichte zu wiederholen begann.
Bereits nach wenigen Jahren begannen die Konflikte erneut. Menschen erhoben sich über die Wesen unter der unerbittlichen Führung des Fürsten von Elysias, der einzig großen Siedlung der neuen Welt – ihnen entgegen stellten sich die Rebellen, eine zusammengewürfelte Gemeinschaft aus Wesen und auch Menschen, die versuchten, den Tyrannen und seine Unterstützer zu vernichten. Ein erneuter Krieg brach aus und im Jahre 39 des zweiten Zeitalters drohte er, Elysias und die umliegenden Siedlungen zu überrollen. Doch zur großen Entscheidung kam es nie.

Verursacht durch ein fehlgeschlagenes Experiment erschütterte ein magisches Beben die Parallelwelt Exile und gipfelte im sogenannten Kataklysmus. Einem Tsunami ähnlich verschluckten Sturmfluten und schwere Unwetter riesige Flächen von Land, Elysias, Port Geneve und Armadale wurde vollständig zerstört und von den Wassermassen verschluckt. Kaum ein Drittel der Bevölkerung überlebte diese Katastrophe – die Gesetze des Zusammenlebens veränderten sich.
Wir befinden uns nun im Jahr 42 des zweiten Zeitalters. Die verbliebenen Überlebenden schlossen sich in einer neuen Gemeinschaft zusammen und besiedelten neues Land an den Klippen der Steilküste – die neu entstehende Stadt trägt den Namen Weißkliff. Ganz gleich, ob man zuvor fürstentreu oder als Wesen aussätzig gewesen war, hier leben nun alle gemeinsam und sind im tagtäglichen Kampf um das Fortbestehen aufeinander angewiesen. Noch immer kommen Neuankömmlinge aus dem Portal in diese Welt, die sich ein weiteres Mal drastisch verändert hat, und allmählich erholt sich die Gesellschaft von dem Unheil.
Doch nur, weil man jetzt zwangsläufig am gleichen Fleck lebt, bedeutet das nicht, dass nun Frieden herrscht ...

Wessen Chancen zu Überleben stehen am Besten? Die Bürgerlichen, ihrem normalen Tagewerk nachgehend? Der Untergrund, bestehend aus den Nichtsnutzen und dem Abschaum, der noch übrig ist? Oder doch die Reliktjäger, besessen davon, die im Kataklysmus verlorenen Schätze wiederzufinden?

"Es ist auf morbide Art lustig. Niemand in der alten Welt weiß, was ihn jenseits des Portals erwartet, trotzdem gehen sie hindurch. Und wenn du einmal hier bist, gibt es keinen Weg mehr zurück. Wie verzweifelt muss man sein?"
- Jemile, ein Reliktjäger nach dem 5. Drink

Eckdaten:
  • Fantasy-RPG in einer magischen Welt
  • FSK 16 - mit FSK 18-Bereich
  • Ortstrennung, Romanform, mind. 200 Wörter
  • 8 spielbare Rassen, 3 verschiedene Fraktionen
  • Seit 2013