Die Geschichte von Exile: Was bisher passiert ist

Was Exile ist, was es mit dem magischen Portal auf sich hat und vieles mehr!
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Der Schöpfer
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Die Geschichte von Exile: Was bisher passiert ist

#1

Beitrag von Der Schöpfer » Mittwoch 11. Juli 2018, 01:00

Zu Anfang will ich dem geneigten Leser zugleich gestehen, dass ich mich nicht vollends für den Wahrheitsgehalt des vorliegenden Textes verbürgen kann und dies auch nicht tun werde. Nach bestem Wissen und Gewissen machte ich mich an die Aufgabe heran, die Geschichte von Exile formvollendet wiedergeben zu können. Die Absicht war eine ehrenhafte, das Gelingen eine Unmöglichkeit. Denn Dunkelheit legte sich über die Welt und die Erinnerungen an sie. Und wie viel Wissen und Wissende wurden hinfort gespült in den Todesfluten des Weltenwandels. Und was weiß ich schon von dieser Welt? Ich, der erst kürzlich hier strandete und nur auf Hörensagen zurückgreifen kann. Geschichte wird von Siegern geschrieben. Und alle sind sie auf ihre Art Sieger, die den Umbruch überlebt haben. So mancher wird gewiss die Gelegenheit genutzt haben, seine persönliche Historie nach den Wirren des Kataklysmus umzudeuten.

Du bist also gewarnt worden. Und mit dieser Warnung geht die Einladung einher, sich erst meines armseligen Versuchs einer Geschichtsschreibung zu Gemüt zu führen und sich dann selbst auf die Quellen zu stürzen. Denn es gibt sie noch, die alten Geschichten. Sie laden ein zu waghalsigen Abenteuern und kuriosen Alltagsgeschichten. Die Leute des alten Exile bedienten sich auf ihre Art der Klaviatur der Gefühle. Dilettanten hauten gemeinsam mit Meistern in die Tasten. Eine disharmonische Komposition, die umso mehr Herz und Verstand öffnete.

Nun genug der schönen Worte. Ich will dir mit meinen Worten erzählen, was sich zugetragen hat. Worte, die ich aus unzähligen Berichten und Erinnerungen zusammengetragen habe. Für eine Saga mag mein Können nicht reichen, aber für eine kurze Geschichte Exiles wird es genügen.

Wisse, mein Leser: Dreh- und Angelpunkt des alten Exile war die Stadt Elysias. Der einzige Ort, der die Bezeichnung „Stadt“ verdiente. Ein Magnet für Personen und historische Ereignisse gleichermaßen. Alles drängte nach Elysias, seit der Grundstein gelegt wurde. Daher möchte auch ich den Fokus zunächst auf die Metropole richten, diesen Schmelztiegel der Widersprüchlichkeit und Ungerechtigkeit.
Alles begann mit dem 01.01.2013 irdischer Zeitrechnung und somit dem Ende des ersten Zeitalters. Ab diesem Zeitpunkt begann das Portal nach Exile, sich ausgewählten Erdenbewohnern zu öffnen. Diejenigen, die es zu betreten wagten, ließen die Erde hinter sich und begannen, das zweite Zeitalter zu formen und sich Exile untertan zu machen. Ein Mann namens Edwin van Kenig soll jene Gruppierung aus Menschen und Wesen angeführt haben, welche Elysias in den ersten Jahren des zweiten Zeitalters begründete. In der Gestalt von Andrej Warscenikov tauchte wenig später ein politischer Gegenspieler auf, der mehr und mehr Anhänger um sich scharte. Menschen, hauptsächlich. Die unzufriedenen und sich übervorteilt fühlenden Menschen.

Es soll schließlich das Jahr 23 gewesen sein, als Andrej Warscenikov den Machtkampf gewann und sich zum Fürsten von Elysias ausrufen ließ. Es folgte eine Säuberung und Teilung der Gesellschaft. Wesen konnten sich ihres Lebens in Elysias nicht mehr sicher sein. Und eine reiche, aristokratische Oberschicht begann, sich die Stadt aufzuteilen und um Einfluss und Macht zu buhlen. Persönlichkeiten mit Familiennamen wie etwa Borilova, Iwanow, Nishikawa, Voltaire, d'Ondée, Calinaris, Dupont und Vadulescu sollten fortan des Öfteren im politischen Ränkespiel ihre zugewiesenen Rollen einnehmen, Plätze tauschen und ausgewechselt werden.

Wichtige Institutionen der Stadt begannen sich in jenen Anfangsjahren der Stadt, und dann weiter unter der Herrschaft des Fürsten, auszuformen. Die Stadtwache etwa, die berühmte wie tragische Kommandanten hervorbrachte. Als Helden gefeiert, als Verräter verunglimpft. Der tragische Jayce Fergusson mag vielen in den Sinn kommen, oder der edle Juan Guerrero. Zuletzt die harte, aber ehrenwerte, Noa Levi, die nun auf andere, angenehmere Art und Weise den Leuten zu Diensten ist.

Der Aufstieg und Fall des Portus Felicitas, der Kirche der Göttlichen Ordnung, mag uns allen als Mahnung dienen. Anfangs mochten die Absichten und Ziele der Priester rein gewesen sein, aber unter der Leitung von Macht trunkenen Persönlichkeiten wie Cornelius Hohenstien, Elisabeth Báthory und Belle Celeste d'Larivey entwickelte sich aus der Priesterschaft eine mächtige Fraktion, die den Vergleich mit der römisch-katholischen Kirche der Erde nicht zu scheuen brauchte. Und die ebenso wesensfeindlich auftrat, wie die weltliche Herrschaft von Elysias.

Es nimmt nicht weiter Wunder, dass bald nach der Errichtung des menschenfreundlichen Regimes durch den Fürsten sich eine ebenso widerspenstige wie problematische Opposition bildete. Die Rebellen unter der Führung von Kezaii Bakura und Stellvertretern wie Miguel Rotolo mochte zwar auf den ersten Blick wie ein zusammengewürfelter Haufen aus Banditen und Halsabschneidern aussehen. Aber mehr als einmal schafften sie es, wirkungsvolle Angriffe auf die fürstliche Herrschaft auszuführen.

So führte ein Rebellenkommando im Jahre 38 einen Angriff auf den Palast aus, während eine marodierende Orkmeute an den Stadttoren für die nötige Ablenkung sorgte. Letztendlich schlug die Operation fehl, doch beraubte es der Stadtwache ihres damaligen Kommandanten. Der Fürst reagierte mit einer unbarmherzigen Säuberungswelle in der Stadt. Im Laufe des Jahres 38 eroberten die Rebellen den Landsitz einer in Verruf geratenen Aristokratin und bauten diesen zur Rebellenfeste aus, während sie weiter Ende des Jahres 38 im Dorf Port Geneve festsetzten.

Das Wirken eines Ritualmörders, der im selben Jahr eine blutige Spur durch Elysias zog, schreiben viele den Rebellen zu. Selbiges zählt für die mysteriöse Massenhysterie im April des Jahres 39, die auf eine dämonische Brunnenvergiftung durch Kezaii Bakura höchstselbst ausgelöst wurde. Im Juni des Jahres 39 setzten sich die Rebellen erfolgreich im Armenviertel von Elysias fest. Der Portus Felicitas zählte zu den ersten Opfern der Rebellenbedrohung in der Stadt, bevor der Kataklysmus den Rest erledigte.

Der mysteriöse Unfalltod von Fürst Andrej Warscenikov zu Beginn des Jahres 39 konnte nicht mit dem Wirken der Rebellen in Verbindung gebracht werden. Die verwitwete Fürstengemahlin Eliza Warscenikov, geborene Iwanow, trat alsbald die Nachfolge an der Spitze der Stadt an. Mit dem sogenannten Wesenserlass im Frühjahr 39 versuchte sie, das Zusammenleben von Menschen und Wesen innerhalb der Stadt neu zu regeln. Letztendlich sollte es auf sanktionierte Sklaverei herauslaufen, was so manch Aristokrat geschickt für seine eigenen Zwecke interpretierte. VVorkmanship, das Betriebskonglomerat von Viktor Vadulescu, gerierte sich als Sozial- und Integrationsprojekt für die ärmliche Bevölkerung, insbesondere Wesen. Der Kataklysmus machte seine Ideen für Elysias zunichte. Seine Visionen für die Welt blieben ihm.

Die freien Dörfler von Port Geneve verstanden sich als Gegenentwurf von Elysias. Mensch und Wesen arbeiteten Hand in Hand in zwar ärmlichen Verhältnissen, doch in Freiheit von Unterdrückung. Während Persönlichkeiten wie Talisa Veritas und Cahide Elmas den Wunsch nach Freiheit und Selbstverwirklichung mit einer Verantwortung für die Dorfgemeinschaft verbanden, vereinte der Milizführer Roland Zazce zweifelhafte Werte wie Egoismus und Hedonismus in sich.

Ende Dezember des Jahres 38 schloss Zazce ein problematisches Bündnis mit den Rebellen. Nachdem sich Zazce absetzte, übernahm Alastair, ein Teufel und Seelensammler, im Auftrag von Bakura die Herrschaft im Dorf. Der Dämon sorgte für eine tiefer gehende Verflechtung zwischen Port Geneve und der Rebellenfeste, was zu einer prosperierenden Wirtschaft führte. Im Gegenzug fühlten sich viele im Dorf von den Rebellen unterdrückt, was der Engel Nemesis Andrasteia auszunutzen gedachte. Den blutigen Konflikt zwischen dem Teufel und dem Engel setzte die Springflut ein Ende.

Auch anderswo trat ein Engel in einer Dorfgemeinschaft in Erscheinung. Abgeschieden vom Rest der Welt lebten die Bewohner von Armadale ein friedliches Leben. Gegründet von Avery McCarver, sollte es Heimstätte für die Verfolgten und Friedliebenden werden. Nathair, ein alter und mächtiger Engel, der einst im Himmel in Ungnade fiel, trat im Jahre 38 den Posten als Milizführer des Dorfes an. Von Elysias sollte dem Dorf keine Gefahr drohen. Vielmehr stellte sich bald heraus, dass Armadale sich auf unheiligem Boden gründete. Nathair sprach von einem uralten Feind, der mit Finsternis und Wahnsinn das Dorf in den Jahren 38 und 39 heimsuchte. Die Fluten des Kataklysmus legten sich wie ein Leichentuch auf das verfolgte Land.

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