Erik, der Waisenjunge

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Erik Oldman
Magier
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Erik, der Waisenjunge

#1

Beitrag von Erik Oldman » Samstag 3. November 2018, 10:08

Persönliche Daten

Vollständiger Name:
- Erik Oldman
Seinen Familiennamen kennt er allerdings nicht. Er heißt einfach Erik und wird - seit er denken kann - mit „Erik, der Waisenjunge“ näher spezifiziert.

Rasse:
- Magier

Unterart:
- Vollmagier
Das sind Magier, die grundsätzlich Zugriff auf alle magischen Disziplinen haben.

- aus einer natürlichen Neigung heraus folgt er der Tradition der Schwarzen Magie
Schwarze Magie basiert auf dem Willen und Streben des Anwenders nach Macht. Dabei ist es vollkommen unerheblich, welche Ziele er mit dieser Macht anstrebt. Die Schwarze Magie ist als amoralisch einzustufen.

Geschlecht:
- männlich

Alter, Geburtsdatum und Geburtsort:
- 20 Jahre; im März des Jahres 22 in Elysias geboren

Familienstand:
- ledig

Beruf oder Tätigkeit/Fraktion:
- in Weißkliff arbeitssuchend
- gelegentlich begleitet er eine Gruppe von Reliktjägern, die bisher schon ganz gut von seinen magischen Fähigkeiten profitieren konnte


Aussehen

Erscheinungsbild:
Wer Erik zum ersten Mal begegnet, wird ihn wahrscheinlich erst mal schaurig finden.

Einem recht spätpubertären Wachstumsschub zu verdanken, misst Erik heute gut 185 cm. Mit seiner sehr schlanken Statur, dem dünnen, sehnigen und asketisch wirkenden Körper sowie seinem um Eleganz bemühten Auftreten entspricht der junge Mann wohl dem sogenannten aristokratischen Typ. Sein Teint ist blass, die Gesichtszüge hart, das schwarze, fast schulterlange Haar fein und glänzend. Obwohl seine Knochen kräftig sind und seine Schulterpartie verhältnismäßig breit gebaut ist, kommt sie doch sehr knochig und steif daher. Muskeln, aber auch Fett, scheinen sich an seinem Körper nicht festsetzen zu wollen, so dass er bisweilen regelrecht unterernährt wirkt. Gepaart mit seinen äußerst dunkelbraunen, ja, fast schwarzen Augen, den leichten Schatten unter ihnen und seinem Faible für schwarze Kleidung mutet Erik in der Tat düster an.

Einmal hatte jemand behauptet, der Teufel würde ihn langsam von innen heraus auffressen – weswegen er auch so ausgezehrt, farblos und vom Dunkel erfüllt wirkt.

Er ist um ein gepflegtes Äußeres bemüht und an einem modischen Äußeren interessiert. Selbst mit einem ihm zur Verfügung stehendem Arrangement minderwertigster Kleidung versucht er, nicht unbedingt wie der allerletzte Bauer auszusehen – getreu dem Motto:

Kleider machen Leute.



Besondere äußerliche Merkmale:
- das mannigfaltige Vertretensein von Schwarz
- auf seinen Unterarmen befinden sich rund ein Dutzend - überwiegend alter - Schnittnarben

Ausrüstung und Wertgegenstände:
- ein schwarzer, hochwertiger Mantel, den er mal als Teenager in Elysias aus einer Nähstube geklaut hat und der ihm auch heute noch zu groß ist
- ein Paar dunkelbrauner Schnürstiefel aus wasserbeflecktem Leder, das er während einer Reliktjagd einer halbverwesten Leiche abgeluchst hat (es hat Tage gedauert, bis er den ekelerregenden Geruch losgeworden ist…)
- ein ehemals weißes, nun durch Dreck verfärbtes Taschentuch mit aufwendig genähten Spitzenrändern und einer aufgenähten Applikation, mit der er (als Analphabet) nichts anfangen kann
- ein schmuckloses Messer, von dessen abgebrochener, angerosteter Klinge nur noch gut ein Drittel übrig ist
- ein Kirschkernkissen, ein einfacher Rucksack, ein Becher aus Ton, eine schmutzige Wolldecke, ein paar einfache Kleidungsstücke
- eine selbstgeschnitzte Flöte aus einem Holunderzweig mit vier Löchern

Charakter

Charaktereigenschaften und -merkmale:

Erik gehört wohl zu den unausgeglichenen Persönlichkeiten dieser Welt. Von Neid und Frust zerfressen, hält er mithilfe abschätziger Blicke oder überheblicher Äußerungen automatisch eine gewisse Distanz zu seinen Mitmenschen aufrecht. Erst, wenn er erkennt, dass jemand nicht perfekt bzw. ihm unterlegen ist oder ihm jemand sehr nützlich sein könnte, kann er überraschend umgänglich und gar schmeichelnd sein. Wirklich entspannt erlebt man ihn vermutlich nur im Schlafe.

Er lügt, wenn er dadurch besser dastehen kann und schummelt, wenn er so viel leichter gewinnen kann. Dumme Menschen öden ihn an und er hat nur wenig Verständnis für Minderbemittelte, zumal er sich selbst für sehr intelligent und begabt hält. Das mag zwar auch stimmen, doch dafür ist die soziale Kompetenz nicht gerade etwas, womit er glänzen kann. Genau genommen verbergen sich hinter seiner aufgesetzten Fassade viele zwischenmenschliche Unsicherheiten. Sie machen ihn äußerst empfänglich und sensibel für jegliches Lob und jegliche Kritik.

Außerdem ist Erik den sogenannten Beobachtern und Denkern zuzuordnen. Er ist einfach ein introvertierter Kerl, der lieber im stillen Kämmerlein herumexperimentiert, statt auf irgendwelche Partys zu gehen und neue Kontakte zu knüpfen.

Hinzu kommt, dass er in den meisten Situationen eher das Schlechte sieht als das Gute. Und da das natürlich noch nicht genug ist, regt er sich liebend gern über andere auf und meckert munter vor sich hin. Immerhin bewahrt er so den Drang in sich, etwas an seinem Umfeld verändern zu wollen, anstatt alles und jeden so hinzunehmen, wie es oder er nun mal ist. Er gibt sich also nicht einfach mit dem zufrieden, was er hat, sondern strebt stets nach mehr und etwas Besserem. So stellt er auch hohe Ansprüche an seine Mitmenschen, aber auch an sich selbst.

Mit halbgaren Antworten und Ergebnissen lässt er sich nicht abspeisen. Außerdem vergewissert er sich lieber selbst über einen Sachstand, statt einfach blind auf das Wort eines anderen zu vertrauen. Er ist ganz und gar nicht leichtgläubig, wenngleich er leicht verunsichert werden kann, weiß man nur um seine zwischenmenschliche Schwäche.

Erik liebt das Diskutieren und kann sich in allen möglichen Details eines Gesprächsthemas verlieren, es immer wieder auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. In ihm arbeitet eine tief verborgene Faszination für das Unbekannte, das Unerklärliche und das Schöne. Er kann niemandem Recht geben, außer sich selbst. Außerdem behält er gerne das letzte Wort und pfeffert Unterhaltungen mit trockenem Humor.

Eigentlich rührt das Meiste an ihm und seinen Charakterzügen von seiner Verunsicherung und der Angst vor Zurückweisung her. Er empfindet sich als minderwertig, was er jedoch unter keinen Umständen zeigen darf, denn dann wären die Schmach und die Pein umso großer für ihn. Allerdings ist er der festen Überzeugung, dass kaum jemand etwas gut an ihm findet – außer vielleicht seine magischen Fähigkeiten – anders kann er sich nicht erklären, weshalb er keine echten, aufrichtigen Freunde hat und Mädchen ihn immer wieder für irgendwelche Halbstarken mit mehr Muckis als Verstand sitzen lassen.

Magische Fähigkeiten:

Da Erik nie einen echten Mentor oder Zugang zu Zaubersprüchen sowie Ritualanleitungen hatte, beschränkt sich das, was er aktuell kann, lediglich auf seine persönlichen Erfahrungen, Entdeckungen und Studien. Nicht wenige Erleuchtungen und Erkenntnisse erlebte er im Traum. Schon häufig ist ihm dabei eine – mal mehr und auch mal weniger deutliche – Schattengestalt in Form einer barbusigen Medusa mit brennenden Augen und abgebissener Zunge erschienen. Sie war es auch, die ihn immer wieder mit kryptischen Hinweisen versorgt hat. Für ihn ist sie mit den Jahren zu so etwas wie einer Leitfigur geworden. Erik glaubt, dass zwischen ihr und seiner magischen Herkunft irgendeine tiefgründige Beziehung besteht.

Eriks magische Kräfte sind zurzeit begrenzt, so dass es ihm unmöglich sein wird, über einen längeren Zeitraum immer wieder seine Fähigkeiten anzuwenden. Erst über die Zeit erholt sich seine magische Kraft wieder schrittweise, anscheinend jedoch gänzlich unabhängig von seiner körperlichen Verfassung, seiner letzten Nahrungsaufnahme oder seinem Schlafpensum. Um deutlich ausdauernder und häufiger zaubern zu können sowie in Zukunft auch weitaus mächtigere Zauber anwenden zu können, wird es wohl unabdingbar sein, entweder ein Mittel zur schnelleren Regeneration oder zur nachhaltigen Erweiterung seiner magischen Kräfte zu finden oder ‚einfach‘ fremde magische Energie zu beziehen.

- Astralprojektion
Eine seiner allerersten Fähigkeiten, die er mittlerweile gut kontrollieren kann. Eriks Geist kann seine fleischliche Hülle verlassen und die Welt um sich herum erkunden. Dabei können Hindernisse jeglicher Art überwunden werden, außer jemand weiß sich oder einen Raum vor Astralprojektion zu schützen. Sein Geist kann normalerweise nur von solchen gesehen bzw. wahrgenommen werden, die selbst über magische oder andere übersinnliche Fähigkeiten verfügen. Vergisst er allerdings, wo er seinen Körper zurückgelassen hat, oder findet er ihn einfach nicht wieder, weil dieser während der Projektion weggeschafft wurde, kann er nie wieder in diesen zurückkehren, was früher oder später zum Tode führen wird. Auch besteht die Gefahr, dass ein böser Geist seinen Körper besetzt, während sein eigener Geist auf Reisen ist. Die Astralprojektion ist somit zwar eine sehr mächtige, dafür aber auch eine für Erik selbst riskante Fähigkeit.

- Schutzmantel
Ebenfalls eine seiner ersten Fähigkeiten, die er nun unabhängig von seiner Gefühlslage kontrollieren kann. Der Schutzmantel erlaubt es ihm, eine bestimmte Zeit lang für andere unantastbar zu sein. Weder kann er berührt werden, noch kann sich ihm allzu nah angenähert werden. Eben so, als befände sich eine unsichtbare Mauer um ihn herum. Dies funktioniert mittlerweile auch, wenn er sich selbst von A nach B bewegt.

- Schmerzmanipulation
Diese Fähigkeit hat er tatsächlich sukzessive aus seinen Träumen sowie häufigem Ausprobieren erlernt. Um die Magie wirken zu können, bedarf es eines vorangehenden Rituals, bei welchem er ein Blutopfer erbringt und fünf Lichter (z.B. in Form von brennenden Kerzen, Lagerfeuern oder brennenden Häusern – auf die Größe kommt es nicht an, sondern auf die Aufstellung und Bedienung der Lichter durch den Anwender) eine wesentliche Rolle spielen. Was auf den Außenstehenden willkürlich erscheint, muss jedoch in strenger Folge geschehen sowie von bestimmten Worten und - ganz wichtig - der festen Überzeugung und Vorstellungskraft des Anwenders begleitet werden. Sind die Vorbereitungen geglückt, entfaltet sich der Zauber wie folgt: Gelangt etwas von Eriks Blut in die Blutlaufbahn eines anderen, kann er die Schmerzempfindlichkeit seines Opfers drastisch reduzieren oder erhöhen.

Fähigkeiten, die sozusagen noch in den Sternen stehen:

- Arkane Projektile
Erik studiert diese anstrengende Technik noch. Bisher war es ihm schon gelungen, einem eingesperrten Kaninchen oberflächliche Verletzungen hinzuzufügen, ohne es zu berühren. Allerdings fehlte ihm bisher noch der echte Durchbruch, denn er kann nicht genau sagen, was genau er tun muss, um diese Fähigkeit zu triggern.

- Blutmagie
Bei der Blutmagie geht es darum, die Lebensenergie intelligenter Wesen zu nutzen, um seine eigene Magie zu stärken. Auch in diesem Gebiet steht Erik jedoch noch ganz weit am Anfang seiner Studien. Er hofft, dass seine Traum-Medusa ihm weitere Hinweise liefern kann.

Sonstige Fähigkeiten und Merkmale:
- kann lügen, ohne mit der Wimper zu zucken oder rot anzulaufen
- kann weder lesen noch schreiben
- beherrscht einige sogenannter Taschenspielertricks
- kommt mit sehr unregelmäßigen und spärlichen Mahlzeiten gut aus und hat schon in jungen Jahren sein Hungergefühl auf ein Minimum reduzieren können
- in Reimen sprechen
- kann aus einem geeigneten Holunderzweig und mithilfe eines guten Messers eine Flöte schnitzen und Melodien auf ihr spielen

Als Kind hat er einem elysianischen Musiker die Flöte geklaut. Man erwischte Erik jedoch bei der Tat und konnte ihn auf seiner Flucht ergreifen. Für diese Tat wurde er im Waisenhaus hart zur Rechenschaft gezogen. Der Musiker hingegen erhielt seine Flöte wieder zurück zusammen mit etlichen Entschuldigungen und Beteuerungen (so etwas werde nie wieder geschehen) der Waisenhausleitung. Was dann am nächsten Tag geschah, übertraf jedoch alle Erwartungen, denn besagter Musiker tauchte plötzlich in dem Waisenhaus auf und überreichte Erik seine Flöte. „Weil Musik etwas Wundervolles ist und ein Junge wie du noch an Wunder sollte glauben dürfen. Ich schenke sie dir, wenn du mir versprichst, nie wieder etwas zu stehlen.“ Erik gab sein Versprechen – nur um es Monate später wieder zu brechen, denn da stahl er bereits wieder. Seitdem nahm er sich die Flöte als Vorbild für eigene Anfertigungen.

Ängste:
- als das unbedeutende Häufchen Elend zu sterben als das er auf die Welt gekommen ist, d.h. ohne einen angesehenen Job, ohne Macht und Einfluss, ohne je mit einer Frau geschlafen zu haben, ohne jemals jemanden das Fürchten gelehrt zu haben
- dass Weißkliff zu seinen Lebzeiten nicht den Wohlstand erreichen wird, den es in Elysias einst gegeben hat
- jemanden kennenzulernen, der erfolgreich das auslebt, wovon er sein Leben lang träumt
- Ablehnung jeder Art

Ziele:
- eines Tages im ganzen Lande bekannt, berühmt, ja, berüchtigt und gefürchtet zu sein
- Erlangung von Wohlstand und Besitztum
- noch möglichst mächtige Zaubersprüche, Rituale und magische Fertigkeiten erlenen
- seinem Dasein als Jungfrau endlich ein Ende bereiten

Meinung über andere Rassen:
Obwohl er selbst einer von ihnen ist und durchaus das Potenzial erkannt hat, von ihnen lernen zu können, steht er Magiern doch grundsätzlich skeptisch und distanziert gegenüber. Dabei beruht seine Skepsis nicht auf irgendwelchen einschneidenden Erfahrungen aus seiner Vergangenheit. Erik verspürt einfach einen fürchterlichen Neid in Gesellschaft mächtiger Magier und gibt sich daher ihnen gegenüber kritisch und missgünstig. Meist lockert sich das jedoch, wenn er feststellt, dass derjenige gar nicht mal so mächtig ist wie befürchtet oder er für Eriks Empfinden inakzeptable Schwächen vorweist.

Unter allen anderen Rassen macht er hingegen keine allzu großen Unterschiede. Sie sind eben anders als er, anders genug, um nicht beneidet zu werden. Er betrachtet sich mit seinen magischen Befähigungen auf jeden Fall als die überlegenere Rasse. Immerhin können Magier Dämonen beschwören und kontrollieren (Engel sind für ihn nichts anderes als Dämonen), Welten wie Exile erschaffen sowie Menschen in puncto Intelligenz mit Leichtigkeit ausstechen. Mit Engeln, Gestaltwandlern, Elfen und Vampiren hatte er bisher allerdings noch keine Berührungspunkte – so glaubt er zumindest.

Erik ist der festen Überzeugung, dass Magier alles Leben, alles Gute und Böse dieser Welt erschaffen haben, aber gleichzeitig die meisten Geschöpfe dieser Welt dies vergessen haben. Anders ließe sich schließlich auch nicht erklären, weshalb man ihn von Geburt an so unehrenhaft behandelt hat.

Vergangenheit:

Erik ist das Ergebnis einer Affäre des aus Armadale stammenden Richard Oldman (vgl. NPC Remi Oldman). Das einzige, was Erik aus dieser Zeit weiß, ist, dass er im März 22 in Elysias zur Welt gekommen und seine Mutter nach einer komplizierten Geburt im Wochenbett gestorben sein soll. Danach wurde Erik an das Waisenhaus in Elysias übergeben. Es ist anzunehmen, dass sein Vater nichts von seinem unehelichen Sohn wusste.

Erik bereitete den Mitarbeitern des Waisenhauses mit seinem Verhalten und seiner Entwicklung immer wieder Kopfzerbrechen und vielen der anderen Waisenkinder auch Angst und Ärger. Als Kleinkind war Erik besorgniserregend oft krank. Erst mit rund 5 Jahren erlebte man ihn zum ersten Mal beim Sprechen. Häufig brachte er tote Kleintiere mit ins Heim, machte das Spielzeug anderer kaputt und probierte einmal vor den Augen anderer von dem Blut eines anderen Waisenkindes. Auch das Klauen hat der Junge bereits früh für sich entdeckt, weil er viel zu gerne im Besitz schöner Habseligkeiten sein wollte.

Manchmal durchlebte er Phasen der Geistesabwesenheit, in denen er am helllichten Tage bewegungslos verharrte, starrte und weder auf Zuruf noch auf Ohrfeigen oder ein Durchschütteln reagierte. Es waren die Anfänge seiner allerersten Astralprojektionen. Sie veränderten sich mit der Zeit und spielten sich - als er etwa 8 Jahre alt war - immer häufiger nachts ab, wodurch er lange Zeit geglaubt hatte, es würde sich dabei lediglich um sehr lebhafte Träume handeln. Doch als man ihn einmal am späten Vormittag immer noch in seinem Bett liegend und offenbar schlafend entdeckt hatte, war die Sorge groß, denn Erik wachte einfach nicht mehr auf. Er brauchte ganze 2 Tage, um wieder zu sich zu finden. Es folgten Phasen des Schlafwandelns, in denen er andere fast zu Tode erschreckte. Aus Ratlosigkeit, Überforderung und Angst schimpften die Erwachsenen im Heim ihn daher manchmal einen Teufel oder Besessenen. Die anderen Waisen seines Alters fühlten sich durch die vielen unheimlichen Ereignisse zunehmend verunsichert und suchten selten gewollt die Nähe des Andersartigen.

Immer wenn Erik traurig war, suchte er die Einsamkeit und spielte mit sich selbst, wozu auch gehörte, mit verstellter Stimme zu sich selbst zu sprechen und dabei immer wieder in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Er mochte es, wie sich die feinen Menschen der Oberschicht aufführten, wie gewählt sie sich ausdrückten und wie schön sie sich kleideten. Das Meiste kannte er natürlich aus seinen Träumen, die in Wirklichkeit selten etwas anderes waren als Astralprojektionen. Die Nachahmung ihrer Gepflogenheiten unterhielt ihn und ließ ihn bereits in eine andere Welt eintauchen. Als er eines Tages auf offener Straße rein zufällig mit einem edlen Herren ins Gespräch kam und sich diesem gegenüber artikulieren konnte wie ein wohlerzogener Knabe, erhielt er ein positives Feedback, das ihn über alle Maßen hinaus beflügelte. Von da an erkannte er, dass er in seinem Leben einfach jeder sein konnte, der er sein wollte. Er musste es nur schlau genug anstellen.

Mit den Jahren kamen und gingen immer wieder viele Kinder im Waisenhaus, nur Erik nicht, denn den wollte offenbar keiner haben. Eine Handvoll anderer Waisenkinder ereilte dasselbe Schicksal, doch sie ahnten nicht, wie glücklich sie sich eigentlich schätzen sollten. Denn was damals noch keiner von ihnen wusste, war, dass das Waisenhaus nicht jedes ihrer Kinder an echte Pflegefamilien vermittelte. Über etliche Jahre hinweg wurden gegen gute Bezahlung immer wieder Kinder in die Hände von Pädophilen gegeben, die im Untergrund ihre Geschäfte machten.

Mit 15 – also im Jahr 37 – geriet Erik schließlich selbst in die Fänge des Pädophilen-Rings. Allerdings gehörte er nicht zu den üblichen Auserwählten, sondern wurde nur gefangen genommen, weil man ihn beim zu neugierigen Nachforschen ertappt hatte. Zusammen mit einigen Kindern aus dem Waisenhaus wurde Erik in den Räumlichkeiten eines verfallenen Gebäudes geknebelt und eingesperrt. Unfähig, sich zu befreien, begann er sich also mithilfe seiner Fähigkeiten in dem Gebäude umzusehen, um so ggf. nützliche Informationen zu sammeln. Was er jedoch schon bald zu sehen bekam, verstörte ihn tiefgreifend...

Erik entkam nach wenigen Tagen zwar diesem schrecklichen Ort, doch bis heute trägt er aus dieser Zeit ein Trauma mit sich. Nach seiner Flucht kehrte er tatsächlich wieder zurück ins Waisenhaus.

Im Jahr 38 bekam Erik aus heiterem Himmel Besuch von einem Kerl, der sich ihm als Remi vorstellte und behauptete, dass er sein Halbbruder sei. Erik glaubte dem Älteren kein einziges Wort und wollte nichts von ihm wissen. Zu sehr war er mit seinen eigenen Problemen und Alpträumen beschäftigt, also schickte er den Älteren fort – was er eines Tages bitter bereuen sollte.

Um den Kataklysmus zu überleben, schmuggelte Erik sich auf eines der Rettungsschiffe.

Nach dem Kataklysmus entschied Erik sich dazu, mit einer Gruppe von Relitkjägern von dannen zu ziehen. Erik wollte seine Vergangenheit vergessen und die neue Art von Freiheit genießen, Erfahrungen sammeln und sein magisches Können ausbauen. Es half und mit den Jahren konzentrierte er sich wieder auf seine ursprünglichen Ziele: Er wollte kein Außenseiter mehr sein, Macht und Anerkennung erlangen, jemand sein, dem man nichts mehr anhaben konnte.

So begibt er sich nun also wieder nach Weißkliff, auf der Suche nach einer neuen Anstellung, einer Chance, die seine Zukunft maßgeblich beeinflussen sollte…


Musterpost:

- siehe unter Roland Zazce


Out of Character

Plotidee:
- erneut von seinem Halbbruder – Remi Oldman, 29 Jahre (NPC) – gefunden und für egoistische Zwecke ausgenutzt werden
- Kontakte zu anderen Magiern knüpfen und so ggf. einen Mentor finden (sowohl in magischer Hinsicht als auch in zwischenmenschlicher)
- Plot mit Joenna
- evtl. ein investigativer Plot mit Conny Junker bezüglich des Verschwindens von Kindern aus dem elysianischen Waisenhaus, wenngleich der Fall schon einige Jahre zurückliegt – es könnte sich jedoch ein ähnlicher Fall im Waisenhaus von Weißkliff abspielen – oder man spielt die Vernichtung von Frau Karowski (Frau Schlange) aus, die der Kopf des Pädophilen-Rings in Elysias war (?)
- Streben nach Macht und Prestige – entweder mithilfe seiner Magie oder einem verantwortungsvollen, angesehenen Amt in Weißkliff (zu welchem ihm seiner Ansicht nach nur ein Viktor Vadulescu verhelfen kann) – kann jemand wie Erik noch eine berufliche Perspektive haben?
- „Arkane Projektile“, „Blutmagie“ studieren, neue magische Fähigkeiten oder Zaubersprüche erlernen und sie anwenden
- den Werdegang eines jungen Magiers beschreiben, der auf dem Weg zum Erwachsenwerden auf die unterschiedlichsten Vorbilder treffen und immer wieder zwischen Moral und Amoral entscheiden soll – je nachdem, welche Charaktere wie in seinem Umfeld auf ihn einwirken, soll es einen Einfluss darauf haben, ob aus ihm noch ein „guter“ Mensch wird oder doch ein „böser“
- Exile-Wiki um Aspekte der Magie erweitern

Zweitcharakter(e):
- Roland Zazce
- Juan Guerrero
- Rodrigo Martinez
- Eliza Warscenikov

Sonstige Anmerkungen oder Hinweise:
- Kenna wollte noch so gut sein und den NPC-Bogen von Remi Oldman ins neue Forum übertragen :)
- zum Thema Balancing: Ich hoffe, das passt so. Ich wollte jetzt nicht bei jeder Fähigkeit noch ein kompliziertes Ritual einbauen, da es meiner Meinung nach bei einem Magier ruhig ein paar Fähigkeiten geben kann, die ihm leichter („instinktiver“) von der Hand gehen.
- nachdem die erste Version der Vergangenheit viiiiiiiel zu lang geworden ist, habe ich nun radikal eingekürzt – ich hoffe, das tut dem Ganzen beim Lesen keinen Abbruch
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Re: Erik, der Waisenjunge

#2

Beitrag von Miguel Rotolo » Sonntag 4. November 2018, 12:07

In Bearbeitung. Bitte habe Verständnis dafür, dass unser Team sich Zeit nimmt, um deine Bewerbung in Ruhe anzusehen und zu besprechen. Wir melden uns innerhalb ca. einer Woche mit einer privaten Nachricht bei dir.

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Re: Erik, der Waisenjunge

#3

Beitrag von Miguel Rotolo » Mittwoch 7. November 2018, 22:12

Willkommen auf Exile, Erik Oldman!

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