Tom Weißgold

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Tom Weißgold
Mensch
Beiträge: 39
Registriert: Fr 6. Dez 2019, 21:04
Geschlecht: Männlich
Alter: 28
Fraktion: Fraktionslos
Tätigkeit: Lehrer (?)
Ort: viewtopic.php?f=63&p=3325#p3325
Laune: Schwach, verletzt, ängstlich, suchend
Geruch: Salzwasser
Sonstiges: Hat eine Jacke an
Ist nass
Linker Knöchel angestaucht
Frisch aus dem Portal
Charakterbogen: viewtopic.php?p=3181#p3181

Tom Weißgold

#1

Beitrag von Tom Weißgold »

Persönliche Daten

Vollständiger Name:
Tom Weißgold

Rasse:
Mensch

Geschlecht:
Männlich

Alter, Geburtsdatum und Geburtsort:
28 Jahre jung, geboren am 21. April 1985 in Deutschland, Nordrheinwestfahlen, Aachen

Familienstand:
Verlobt mit der besten Frau der Welt

Beruf oder Tätigkeit/Fraktion:
Auf der Erde war der gute Tom ein Grundschullehrer, Fächer: So ziemlich alle bei dem Lehrermangel...


Aussehen

Erscheinungsbild:
Tom ist ein Mann in seinen späten 20ern und hat sich gut gehalten. Es kommt zwar seit vielen Jahren nicht mehr vor, dass er nach seinem Ausweis gefragt wird, aber das hat ja nichts zu heißen. Oder?
Er hat den für Deutsche typischen weißen Hautton, wird aber nach fünf Minuten Sonneneinstrahlung im Sommer schon braun, wie seine Verlobte oft neidvoll meckert. Sein schwarzes Haar liegt ihm zwar manchmal in den Augen, wird aber ansonsten zu allen Seiten hin relativ kurz gehalten. An guten Tagen, meistens sind dies die Dienstag-Abende, an denen er zum wöchentlichen Essen für Zwei beim Italiener verabredet ist, styled er sich die Haare sogar ein wenig hoch und zeigt, dass unter seinem dicken, etwa sieben Centimeter langem Haupthaar, das von Bürsten schier unkämmbar wirkt meist fast kahlgeschorene Seiten und Nackenbereiche liegen, an denen die Haare auch etwas länger sind, die ansonsten eigentlich immer von eben genanntem Haupthaar versteckt sind - einem Undercut nicht ganz unähnlich, nur weitaus unstrukturierter und wilder. Nicht ganz unpassend ist die (nicht sehr grundschulfreundliche) Beschreibung, seine Haaren seien gestyled weniger ein Undercut als mehr ein Minenfeld in Aktion. Aber das ist schließlich jung... Oder???
Unter dem Haar, das ihm manchmal im Gesicht rumliegt und meistens für weniger als fünf Minuten Haltezeit in Form gebracht wird, funkeln dunkelgrüne Augen lebensfroh nach außen und scheinen, gerade im Klassenraum, überall zu sein. Einer kleinen Nase und unauffällig anliegenden Ohren, die nur selten wenige Centimeter von Haar zugedeckt werden folgt ein immer lächelnder, etwas zu schmaler Mund und unverschämt weiße Zähne und wenn sich die Lippen nicht gerade zu einem schmalen Strich zusammenziehen, wenn es um Sachen geht, die Tom wütend machen, egal ob nun misshandelte Kinder oder Kinder, die seine Unterrichtsplanung misshandeln, so ist die fehlende Masse dort nicht allzu erkennbar.

Einem unspitzen Kinn folgt ein ganz normaler Hals, beide regelmäßig rasiert, nur auffällig ist das kleine, etwa anderthalb Centimeter breite und ein Centimeter hohe Muttermal direkt an der Stelle, wo der Hals zur Schulter wird, das ein bisschen wie eine Wolken aussieht. Sein schmaler, fast schon knochiger Körper wiegt auf etwa 1 Meter 80 gerade einmal knappe 70 Kilogramm und das spiegelt sich an seinen spärlichen Armen und entsprechend dünnem Bauch wieder. Selbiges liegt nicht etwa an großartig fehlender Stärke oder Ernährung, beides ist ausreichend vorhanden, ohne dass er sich nach oben messen könnte, aber mehr zuzunehmen fällt ihm einfach schwer - eines der Gengeschenke seines Vaters. Auch über den Rest seines Körpers gibt es nichts Besonderes zu erzählen, ebenfalls dünne Beine und unverformte Hände und Füße. Zwar steht Tom mit seinem kleinen Zeh im Krieg und tritt ihn regelmäßig gegen ... so ziemlich alles, allerdings führte dies zum Glück noch nie zu ernsten Verletzungen.
Kleidung auf der Erde
In seiner Freizeit und auch während der normalen Schulzeit trägt Tom etwas zu teure braune Lederschuhe, die überraschend gut geeignet für lange Spaziergänge und theoretisch, sollte man sie sich ruinieren wollen, Arbeiten im Garten sind, meist eine enganliegende tiefdunkelblaue Jeans (mit schwarzem Ledergürtel) und darüber einen dünnen entweder dunkelroten oder -blauen Pullover mit einfachem Zickzackmuster und manch einem schwarzen Streifen zur 'farblichen' Unterstützung. Und ja, er trägt auch Boxershorts, aber die gehen euch nichts an. Einzig fehlt nun nur noch seine seit Jahren heißt geliebte dünne leicht dunkelblaue Lederjacke, mit genug Taschen, um dort allerlei unterzubringen, was er auch zu tun pflegt, meistens mindestens zwei Taschentuchpackungen, Ausweis, Portemonnaie etc. und vor allem einige Gegenstände seiner Vergangenheit, Erinnerungen, die er immer bei sich tragen möchte, die den werten Leser hier auch nichts angehen.

Das hat Tom zumindest auf der Erde getragen. Wie das ganze hinter dem Portal aussieht... mal sehen?
Ausrüstung und Wertgegenstände: Keine
Wertgegenstände auf der Erde
Auf der Erde? Ein kleines, leicht abgelegenes Ein-Familien-Haus, ein eigenes Auto, 2 wundervolle Verlobungsringe, ich könnte weitermachen. Hinter dem Portal? Naja... ihr ahnt es bereits...

Charakter

Charaktereigenschaften und -merkmale:
Tom ist ein stets gut gelaunter, freundlicher junger(!) Mann, der es gar nicht gerne sieht, dass er inzwischen auf die 30 zu geht. Sein großer Gerechtigkeitssinn hat ihm nur selten Ärger eingehandelt, weil er es meistens schafft, einen kühlen Kopf zu bewahren und Konfrontationen bereits im Keim zu ersticken. Das ist auch nicht das Schlechteste, da er doch relativ unbegabt ist, was so ziemlich jede Art des Kampfes angeht, abgesehen vielleicht von dem geistigen Kampf aka der Diskussion. Er ist sehr treu und schätzt Ehrlichkeit und eigentlich allgemein die als positiv angesehen Werte in der Gesellschaft. Natürlich heißt das nicht, dass er perfekt ist. Er verliert sich oft in Gedanken und erst recht in der Zeit. Seine Schüler gewöhnen sich meistens schnell daran, dass er erst eine Minute vor Unterrichtsbeginn durch die Tür hetzt. Strafen, die er verteilt sind oft zu lasch, wenn sie überhaupt durchgezogen werden und Kinder sind seine Schwäche. Es gibt vermutlich keinen Erwachsenen in ganz Aachen, der ein Kind schneller zum Lachen bringt, aber auch keinen, der mehr Zeit bei jedem Einzelnen verschwendet. Bei den fast wöchentlichen Vorlesungen im Kinderheim wissen die Betreuer nicht, was schwieriger ist: Die Kinder von Tom oder Tom von den Kindern zu lösen. Mit seiner positiven Ausstrahlung ist er somit ein Ruhefaktor für so ziemlich jeden im Raum, wenn er jedoch auch mal wüsste, wann es auf den Tisch zu hauen gilt, wäre seiner Autorität und Entscheidungsfreudigkeit mit Sicherheit geholfen. Gleiches gilt wohl auch bei der Erziehung von Tieren, vor allem Hunden, für die er ein Herz hat.

Fähigkeiten:
Er kann extrem gefährlich zeichnen! Nehmt euch vor seinen Karikaturen in Acht, die sind schärfer als manches Schwert! ... Ähem, naja, das war es auch schon fast. Er hat einen sehr hellen Verstand und eine sehr interessante Art und Weise, Probleme zu betrachten, wodurch er manchmal Lösungen findet, wo manche noch nicht das Problem gesehen haben. Außerdem hat er noch ein gutes räumliches Denken, sollte er mal... einen Würfel zusammen bauen oder so... und er hat schonmal eine Gitarre in der Hand gehalten, es war zwar für beide keine all zu positive Erfahrung, aber man nimmt, was man kriegt.

Ängste:
Seine Verlobte verlieren
Ein sozialer Abstieg
Der Zusammenbruch der Gesellschaft
Katastrophen
Eine Konfrontation nicht mit Worten lösen zu können

Ziele:
Möglichst viele gut aufs Leben vorbereitete Grundschüler in die Welt schicken.
Konflikte vermeiden.
Kinder haben. Gerne mehr als Eins.

Meinung über andere Rassen:
Was für andere Rassen?


Vergangenheit:

Tom hatte ein sehr behütetes Leben. Er wuchs in einem relativ gut aufgestelltem Haushalt mit einer liebevollen Mutter und einem noch liebevollerem Vater auf. Er wurde gefördert, aber es wurde nicht gefordert. Wenn es Probleme gab, wurde darüber gesprochen und sich nicht überschlagen. Mit anderen Worten: Toms Kindheit war perfekt. Natürlich gabe es auch Streit und Tränen, wie in jeder guten Familie, aber es geschah nie Schlimmeres. Als er eines Tages unangekündigt bei einem Freund war und dort schlief suchte die halbe Polizei Aachens nach einem Jungen und als er sich das Bein brach wurde er fast bis in den Klassenraum gefahren. Vielleicht könnte man Toms Eltern vorwerfen, sie hätten ihn ein wenig zu gut behütet, aber niemand ist perfekt, nicht wahr?

Bei einer Erzieherin zur Mutter und einem Gymnasiallehrer zum Vater war es nicht verwunderlich, dass Tom gut durch die Schule kam und auch die Fürsorge wurde ihm quasi in die Gene gelegt. Umso stolzer machte es seine Eltern, als er, nach einem Freiwilligen Jahr verkündete, er wolle Grundschullehramt am RWTH Aachen studieren. Natürlich hätte sein Vater es lieber gehabt, wenn der Sohn 'richtiges Lehramt', wie er immer sagte, gemacht hätte, aber nach einem bösen Blick seiner Ehefrau schwieg er dann schnell lieber. Natürlich unterstützten seine Eltern ihn auch im Studium, sowohl finanziell als auch inhaltlich, seine Mutter vor allem in der Didaktik und sein Vater was den Stoff angeht, solange der ihm gerade nicht zu trivial war. Doch die beste Unterstützung nützte nichts dagegen, dass im 3. Semester auf einmal sein Noten, sagen wir, einen kleinen Stolperer nach unten machten. Für einen Einserverwöhnten Schüler, der sich manchmal eine glatte 2 erlaubte waren die Ergebnisse, die für einige Klausuren manchmal sogar fast an die 3- grenzten fast schon eine Beleidigung, vor allem aber für die Eltern, die ihren Sohn immer weniger zu Gesicht bekamen und auch nicht wussten, woran dieser sanfte Abstieg lag. Wenige Wochen später sollten sie die beruhigende Nachricht erfahren, dass nicht der Stoff Schuld war, sondern die Person, die den Stoff zusammen mit Tom... sagen wir lernte. Es war eines schönen Blockes nämlich, dass eine Frau mit schulterlangem glatten blondem Haar und strahlend hellblauen Augen sich aufgrund eines Sitzplatzmangels zu Tom setze. Dieser sah damals noch ein wenig jugendlicher aus als heute, mit seinen zarten 22 Jahren und dem coolen Markenshirt und so warf er dem engelsgleichen Geschöpf neben ihm während der Vorlesung mehr Blicke zu als dem Vorlesungsgeschehen vorne vor ihrer Nase. Seltsam häufig musste er sich ihre 'Notizen' anschauen, um etwas abzuschreiben und irgendwann fiel es auch ihr auf. Mit einem Schmunzeln verfolgte sie das Schauspiel eine Zeit aus dem Augenwinkel, bis sie sich einfach seine Hand griff, ihre Nummer darauf schrieb und ihm den Blick Richtung Vorlesung wies. Welchen Grund sie hatte? Vermutlich hatte auch sie Gefallen an dem jungen Mann neben ihr gefunden, aber das werden wir vielleicht nie erfahren.

Eines folgte dem Nächsten und wir wollen uns nicht weiter mit den nächsten Wochen befassen, den beiden jungen Menschen ihre Privatsphäre lassen, es sei nur so viel gesagt: Der Unterricht stand schon nach kurzer Zeit nicht mehr im Vordergrund. Einfach alles an dieser jungen Frau schien Tom zu faszinieren, ihre Herkunft war so unterschiedlich, sie stammte aus ärmeren Verhältnissen, hatte einen Vater, der Alkoholiker war und musste sich somit alles selber erarbeiten, ihre Sichtweise auf Probleme war so friedlich, so aufs Individuum bezogen, als wollte sie einfach jedem einzelnen Menschen helfen, anstatt das Problem zu lösen und natürlich, auch das wollen wir nicht verschweigen, ihr Talent, jeden Tag schöner auszusehen als noch am Tag zuvor. Sie war vielleicht nicht Toms erste Beziehung, aber sie sollte überdauern. Nach einiger Zeit, nachdem die meisten Schmetterlinge sich zur Ruhe gelegt und die Emotionen wieder da waren, wo sie hingehörten, stabilisierten sich auch seine Noten wieder. Sie wurden sogar noch besser, weil er jede freie Minute nun bei der Frau verbrachte, die genau das Gleiche machte wie er und das Ganze noch ein wenig fleißiger. So oft er auch versuchte, sie abzulenken, so unerbittlich lernte sie mit ihm zusammen, bis sie beide zufrieden waren, bevor sie wieder etwas unternahmen, ob nun außerhalb des Hauses oder... sagen wir innerhalb des Raumes.

Es dauerte nicht lange und sie beide schlossen mit sehr guten Noten ab, sie sogar noch ein wenig besser als er und die große Entscheidung, wo sie zu arbeiten und leben hatten, die so manche Beziehung ins Wackeln bringt wurde einfach dadurch entschärft, dass sie immer nur gemeinsam zu Vorstellungsgesprächen gingen. Was am Anfang noch seltsam wirkte, konnte nicht zur Normalität werden, da sie beide eine Stelle an ihrem Wunschort bekamen, einer Grundschule in einem kleinen Vorort von Aachen, unweit von einer schönen Wohngegend, wo gerade neue Häuser gebaut wurden und viele Familien zuzogen. Mit ihrer beider Einkommen war es nicht schwierig, auch hier schnell zu punkten und die nächsten Jahre sollten sehr ruhig verlaufen. Einer ziemlich standartmäßigen Verlobung stand ein schöner romantischer Urlaub entgegen, der aufgrund von Schulumbaumaßnahmen verfrühte Sommerferien bedeutete. Es ging an die Ostküste von Amerika, ein Geheimtipp, ein Strand wie er im Buch steht, lange Felder zum Laufen und viel Ruhe. Bis zum 13. Juni. 2013

An diesem verhängnisvollem Tag sollten zwei Faktoren kollidieren: Der Erste war ein Pärchen, das am Strand spazieren ging und die Sonne nach dem Sturm des vorherigen Vormittages genoss, das andere war ein Phänomen, dass sich Forscher bis heute nicht so ganz erklären können. Wer weiß, was ein Tsunami ist, der weiß, wie tödlich dieser ist. Wer noch nie was von einem Meteotsunami gehört hat, der sei entschuldigt, denn genauso gefährlich wie er ist, so selten ist er auch. Nachdem nun also Tom und seine Leah bereits eine ganze Zeit Hand in Hand in Richtung unbewohnter Strand geschlendert waren, sahen sie, durch die Sonne geblendet und einander abgelenkt, erst viel zu Spät die massive Welle, die auf sie zu rollte. Was zu Anfang noch wie ein Traum für Surfer wirkte, entpuppte sich bald als eine massive Todesfalle, für alles, was nicht in Sicherheit war - und das waren nur sehr wenige, die in der Reichweite so eines Meteotsunamis standen. Zu Anfang rannten sie beide los, zurück in Richtung scheinbar schützendes Haus, doch nach kurzer Zeit und einem Blick in Richtung der schier endlosen Wassermasse bleib erst Leah, dann Tom stehen. Sie tauschten einen kurzen Blick in Panik aus, dann nahmen sie sich einfach in den Arm und standen da, ja, genossen schon fast das Schauspiel, dass sich ihnen tösend und immer weiter selbstübertreffend entgegenwarf. Je näher diese Welle ihnen kam, desto fester hielt Tom seine Angebetete, fast so, als würde er sie einfach vor diesen Wassermassen schützen können, wenn er sie ganz fest hielt. Letzte Worte der Zärtlichkeit, die wir hier nicht wiederholen wollen, wurden ausgetauscht, als die Welle das Paar mit voller Wucht traf. Zurückgeschleuderte und mit Wasser in der Lunge wurden sie durch die Luft geschleudert und es war Tom, als würde alles um ihn herum wie vor Macht vibrieren, bevor er das Bewustsein verlor.


In hohem Bogen und mit etwas Wasser flog also ein weiterer Mann, fast nackt, nur mit einer dünnen Jacke um sich geschlagen, durch das Portal in eine neue Welt, ein neues Leben, hinein in das kalte grausame Exile. Alleine.


Musterpost:

Ich habe lange gesucht und einen möglichst unschrecklichen Post gefunden :3
Spoiler
Baum... um Baum... Wiese um Wiese, Feld um Feld, Dorf um Dorf, Menschen um Städte um Kreise um Bundesländer... Immer weiter weg von meinem Leben... Leas Augen hatten schon lange aufgehört, die Strecke wirklich zu verfolgen. Auf die Rückbank gequetscht, neben den letzten Resten Gepäck drückte sie ihre Wange an die kalte Fensterscheibe, die Kopfhörer im Ohr, obwohl der Akku schon lange leer war, um möglichst wenig von IHR zu hören. SIE, die ihr ihr Leben weggenommen hatte. SIE, die ihr ihren Vater weggenommen hatte, ihre Freunde, ihre Schule, ihr Haus, ihr... Alles. Sie konnte sie nicht leiden und wenn sie den Blick von ihr sah dann wusste sie, dass es auf Gegenseitigkeit beruhte. Es wäre ihr schon Grund genug, mich zu ärgern, um Dad zu verführen! Sie seufzte.
"Ist alles ok Schatz? Brauchst du eine Pause?" Ihr Vater hatte sich für einen kurzen Moment umgedreht zu ihr, bevor er wieder auf die Straße schaute. Lea tat so, als würde sie ihn gar nicht hören und ihr Vater schien sich damit zufrieden zu geben. Schon fing er an, wieder mit IHR zu reden, zu lachen, zu planen... Aus dem Augenwinkel sah sie, wie SIE ihre Hand auf die Seine legte, sie nur kurz runternahm, wenn er schalten musste, was auf der Autobahn leider nicht allzu häufig passierte.
Schließlich spürte sie doch, wie das Auto langsamer wurde. Für einen kurzen Moment kam Lea der irrwitzige Gedanke, dass ihr Vater es sich anders überlegte hatte, das er ausstieg, sie in den Arm nahm, sich entschuldigte und einfach wieder umdrehte, SIE hier stehen ließ und sie zurück in ihr altes Leben fuhr, zurück zu ihren alten Freunden, zurück in das kleine Zimmer mit der Dachschräge und ihren Postern, zurück zu diesem schrecklichen Teppich im Wohnzimmer. So schnell wie dieser Gedanke gekommen war, verflog er auch schon wieder.
Seine Hand berührte sie an ihrem Bein. Lea tat überrascht, zog sich den lautlosen Kopfhörer aus einem Ohr und blickte ihn an, als wäre sie ganz woanders gewesen. "Vertritt dir kurz die Beine, ok? Wir machen eine Viertelstunde Pause." "Natürlich Dad", erwiderte sie nur matt. Das aufmunternde Lächeln das er ihr zuwarf blieb unbeantwortet.

Es tat tatsächlich gut, sich die Beine zu vertreten. Sie mussten schon für über 4 Stunden gefahren sein, wenn ihr Handy keinen Akku mehr hatte. Sie hatte nur ein bisschen mit ihren Freunden geschrieben, ein paar Bilder angeschaut und die meiste Zeit Musik gehört. Aus dem frühen Vormittag war inziwschen früher Nachmittag geworden. Sie blieb vor dem Autobahnschild stehen: Gutmannstal. Instinktiv griff sie nach ihrem Handy, um es enttäuscht wieder wegzupacken. Wie weit es wohl noch ist? Als sie Schritte hinter sich hörte, drehte sie sich um, wollte ihren Vater fragen, doch vor ihr stand nicht ihr Vater. "Weißt du, ich freue mich darauf, mit dir zu wohnen. Das wird bestimmt ganz witzig werden", sprach SIE. "Ja, ganz bestimmt", murmelte Lea nur und drehte sich wieder um, um das Schild anzustarren, als gäbe es nichts Interessanteres auf der Welt. Doch so leicht kam sie nicht davon: "Es sind noch etwa anderthalb Stunden, du solltest hier nochmal auf die Toilette gehen, später hast du nicht mehr die Chance." Sie rollte mit den Augen: "Danke, ich muss nicht." Das war gelogen. Aber sie würde ihr nicht den Gefallen tun, auf sie zu hören. "Weißt du Lea..." "Quaona!", unterbrach Lea sie. Sie hasste diesen Namen, aber sie hasste Sie ja auch. "Natürlich, Quaona, tut mir Leid. Ich möchte mich wirklich gut mit dir verstehen, wir beide haben deinen Vater sehr lieb." Sie bekam keine Antwort.
Die letzte Stunde über waren sie nicht mehr auf der Autobahn unterwegs. Es ging über Feldwege und durch Dörfer, über huckelige Nebenstraßen bis selbst das Navi nicht mehr weiter wusste und SIE den Weg angab. Schließlich kamen sie an einem kleinen Schild vorbei: Willkommen in Ellwürden.

Mit einem Ruck blieben sie vor ihrem neuen Haus stehen. Es hatte eine enge Einfahrt und einen Untersteller für die beiden Autos ein großer Garten erstreckte sich hinter dem Haus, mit langen Gartenbeeten und Bäumen, die sich perfekt für eine Hängematte eignen würde. Es war... eigentlich recht schön. Zumindest solange, bis ihr zukünftiger vierter Mitbewohner aus dem Haus getrottet kam. Noch bevor er sich wirklich zum Auto umgedreht hatte, sprach er schon los, laut genug, um auch im Auto gehört zu werden: "Da bist du ja endlich, hast du was zu Essen mitgeoh... Du bist ja auch da... und... wer bist du?" Bei seinen Worten hatte er erst Leas Vater und dann schließlich Lea selbst angeguckt, deren Kopf hinter Gepäckstücken herausschaute. Er schien nicht damit gerechnet zu haben, mehr als nur seine Mutter zu sehen. "Hanke, das ist Lea, Walthers Tochter. Ich hatte dir doch erzählt, dass sie heute hier einzieht." "Oh stimmt, ich muss meine Sachen noch aus ihrem Zimmer räumen... mach ich morgen." Mit diesen Worten verschwand er wieder im Haus um sich vor dem Helfen zu drücken. Seine Mutter schrie ihm zwar noch hinterher, aber das interessierte ihn anscheinend wenig. Beruhigend legte Leas Vater ihr die Hand auf die Schulter: "Schon in Ordnung, es ist bestimmt auch anstrengend für ihn, also emotional meine ich." Dann drehte er sich zu Lea um: "Willst du schonmal mit Ursula nach oben gehen und dir dein neues Zimmer angucken? Ich räume schonmal aus in der Zeit." Leas Widersprüche blieben zwecklos und so trottete sie mit einer ihrer Taschen hinter IHR her.

Das Haus war groß, 3 Stockwerke, eine kleine Diele nur auf dem ersten Stock, mit einem Keller direkt darunter darüber gab es ein geräumiges Wohnzimmer, eine kleine Küche, gegessen wurde anscheinend im Wohnzimmer, zumindest lagen dort noch einige Pizzaschachteln. Bei dem Anblick seufzte Ursula. "Hanke hat nicht aufgeräumt, tut mir leid, sonst sieht es hier besser aus." Anstatt zu antworten, blickte sich Lea weiter um, einige verschlossene Türen, bestimmt ein Schlafzimmer und ein Bad, dazu noch ein Raum für Wäsche und ähnliches. Als es eine weitere Treppe hochging kamen sie zu zwei großen Zimmern. Vor dem einen lag ein Wäscheberg, benutzte Unterwäsche, dreckige T-Shirts, alles war dabei. Der Weg zum Anderen war frei. Während Ursula noch die Wäsche in den direkt daneben stehen Wäschekorb packte, öffnete Lea schon die zweite Zimmertür... und stand vor einem Chaos. Überall standen Sachen, die ganz offensichtlich Hanke gehörten, ein Schlagzeug, das Staubzivilisationen angesammelt hatte, Kisten mit altem Spielzeug, teilweise ausgeschüttet, ein alter unbenutzbarer Schreibtisch und vieles mehr. Wie angewurzelt blieb sie stehen. Der Weg zu ihrem Bett war nicht betretbar. Es stank schlimm, als wäre seit Monaten niemand mehr hier drin gewesen. Als Ursula dies sah, stapfte sie wütend in Hankes Zimmer: "DU WIRST JETZT SOFORT DIESES ZIMMER AUSRÄUMEN! HABEN WIR UNS VERSTANDEN?" "Nur noch das Lev..." Noch bevor er zuende gesprochen hatte, riss seine Mutter ihm das Stromkabel aus der Steckdose. "Boah ist ja gut!" Langsamen Schrittes stapfte er auf Leas Zimmer zu und drückte sie dabei wirsch zur Seite. Mitsamt Rucksack trottete Lea wieder nach unten.

Als ihr Vater sie kommen sah fragte er: "Und, wie findest du es hier?" "Schön" murmelte Lea, während sie sich an ihm vorbeidrückte und wieder aus der Tür rausschritt. Sie bahnte sich ihren Weg an den Autos vorbei und betrat den Garten. Von hier sah sie einen kleinen Balkon, der wohl an das Wohnzimmer angrenzte, aber für den Moment war ihr das egal. Sie legte sich in den Schatten der Bäume und zog die Jacke etwas enger an sich heran. Es dämmerte langsam und war schon relativ kühl geworden, doch gerade fühlte sie sich hier draußen am Wohlsten.
Am Abend wurde sie von Ursula angewiesen, heute Nacht doch bitte auf der Couch zu schlafen und schon am Nächsten Mittag war ihr Zimmer halbwegs betretbar. Sie schien sich tatsächlich Mühe zu geben, es ihr schön zu machen. Den ersten Tag machte Lea nichts anderes, als im Wohnzimmer oder im Garten zu sitzen und Musik zu hören und mit ihren Freunden zu schreiben. Am Sonntag schließlich wechselte sich nur eine Sache: Sie saß in ihrem ZIMMER und hörte Musik und schrieb mit ihren Freunden. Auch wenn diese langsam nicht mehr antworteten. Am Montag schließlich sollte es in die Schule gehen.
Um ehrlich zu sein war das der beginn eines NP's also kann man das vermutlich nicht ganz vergleichen ^^ Deswegen hier nochmal ein 'normaler' Post von mir: (und ja, auch hier habe ich einen extra Guten genommen O:-) )
Spoiler
Der Block wurde wieder zurückgeschoben. Die erste Aussage las sich wie ein Schuldgeständnis, aber Lea ignorierte es einfach. Er schien es nicht böse gemeint zu haben. Die zweite Aussage machte ihr noch Mut. Die dritte schließlich war genau das, was nicht hätte kommen dürfen. Panisch umklammerte sie für einige Sekunden ihren Stift, bevor sie hastig zu schreiben anfing: 'So gut bin ich nicht! Es gibt so viele Bessere! Die kennen auch die Lehrer!' Dann strich sie das 'Danke schonmal' kurzerhand durch und schob ihm den Block etwas zu hastig zurück, riss die Seite mit dem gerade angefangenen 'HÄ' heraus und knüllte sie zusammen, was ihr einen verwirrten Blick vom Lehrer einbrachte. Sie wartete, bis er den Kopf wegdrehte und warf die Papierkugel dann neben den Mülleimer. Die Reihe rechts von ihr kicherte, als sie aufstand und das Papier dieses Mal fast schon in den Mülleimer legte. Ohne Augenkontakt zu jemandem aufzunehmen schlich sie zurück auf ihren Platz. Sie rechnet damit, schon wieder einen Block vor sich liegen zu haben. Er kann doch nicht einfach von mir verlangen, das Cover für die Schülerzeitung zu malen! Das kann ich doch nicht! Dafür bin ich einfach nicht gut genug...

Als es endlich zur Pause klingelte bot Outis ihr an, ihr den Kiosk zu zeigen. Dankend nahm sie an, auch wenn sie etwas zu Essen dabei hatte und drängte sich hinter ihm her durch die Gänge. Unterwegs fragte sie ihn ein bisschen nach anderen Räumen, Chemie, Physik, Biologie, Kunst, Musik, all dergleichen um nicht irgendwann verirrt in der Aula zu stehen. Als er andeutete in Richtung Pausenhof zu gehen ließ sie ihn ziehen, sagte, dass sie ihre Jacke nicht dabei hatte und trottete in die andere Richtung davon. Das war nur die halbe Wahrheit gewesen, eigentlich hatte sie ihre Jacke extra nicht mitgenommen, um wieder zurück in den Raum gehen zu können, zu ihrer Musik und ihren Bildern. Mit einem Wink verabschiedete sie sich und huschte in die Menge an Schülern zurück, aus der sie, trotz ihres Alters, kaum hervorzustechen vermochte.
Er hat mir natürlich die Formatierung verhauen, also stellt euch verschiedene Farben und kursiv und ähnliches für Gedanken und Co vor ^^
Achja, und es ist Zufall, dass sie auch Lea (ohne h) heißt, weil ihr eigentlicher Name Quaona Leae Ohana ist ^^ Ist nicht so, als würde einfach jeder Lea bei mir heißen :D

Out of Character

Plotidee:
Suche nach Leah. Kann zum Beispiel ein Reliktjäger sein, der ihm entfernte Dörfer zeigen möchte oder (was ein wenig eher passen würde) jemand aus dem Dorf, der ihm auf irgendeine Art und Weise helfen will. Regelmäßiges Playpotenziel wäre mit Kindern in der Schule, in der ich unterrichten will, aber das ist optional bzw. eher natürlich ab von meinem Grundplot.

Zweitcharakter(e):
Noch nicht

Sonstige Anmerkungen oder Hinweise:
Seht es einem unerfahrenen Schreiberling nach, dass er schrecklich ist :) Ich bin immer offen für Vorschläge und Verbesserungen!
Achja, und ich bin Grammatiknazi, also bitte achtet ein wenig auf die Ordnung :-
Der Meteotsunami, auf den ich in der 'Vergangenheit' anspiele
Der Schreiberling selbst
Zuletzt geändert von Tom Weißgold am Mo 9. Dez 2019, 12:03, insgesamt 3-mal geändert.
Du warst alles was ich habe,
Du warst alles, was ich bin.
Ich werde dich auf ewig suchen.
Bis ich dich finde. Bis ich mich finde.

'Denken'
"Sprechen"

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Re: Tom Weißgold

#2

Beitrag von Viktor Vadulescu »

In Bearbeitung. Bitte habe Verständnis dafür, dass unser Team sich Zeit nimmt, um deine Bewerbung in Ruhe anzusehen und zu besprechen. Wir melden uns innerhalb ca. einer Woche mit einer privaten Nachricht bei dir.
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Re: Tom Weißgold

#3

Beitrag von Viktor Vadulescu »

Willkommen auf Exile, Tom Weißgold!
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