[Dämonen] Besessenheit

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Der Schöpfer
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[Dämonen] Besessenheit

#1

Beitrag von Der Schöpfer » So 27. Mai 2018, 17:03

- Notizen eines unbekannten Autors, gefunden bei der Leiche eines Gelehrten in den Wäldern vor Weißkliff.

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Die Besessenheit ist eine Chose für sich. Auch nach vielen Gesprächen mit den unterschiedlichsten dieser Höllengestalten, Magiern und gar einem Engel, vermag ich die Feinheiten noch nicht zu erfassen und will nun meine Gedanken sortieren mit jenem, was der kleinste und zutreffendste Nenner scheint.

Unter Besessenheit versteht man den Prozess, der beginnt, wenn die körperlose Essenz eines Dämons sich an ein Opfer heftet und plagt, bis nichts mehr außer der leeren Hülle übrig ist, welche er dann zu besetzen vermag. Es scheint nur logisch, dass sie sich nicht an Wesen des Lichtes klammern können - doch auch hier will ich nicht ausschließen, dass selbst eine gestaltlose Boshaftigkeit noch imstande ist, selbst einen Engel zu Fall zu bringen und den mit Dunkelheit beschmutzten Verstand zu verdrängen vermag.
Je älter und stärker der Dämon und je schwächer der Wille des ausgesuchten Wirts, desto schneller wird es gehen – der Dämon ergreift Besitz von Mensch oder Wesen und bindet sich an ihn. Dieser erste Kontakt kann vielfältig sein und nicht vor allem kann man sich schützen - beispielsweise könnte die dunkle Essenz vorübergehend in einem leblosen Objekt verharren, welches man unbedarft erwirbt, ja selbst ein kurzes Händeschütteln oder die eigenen, finsteren Gedanken könnten genügen, um einen Dämon an sich zu heften oder ihn gar unwissentlich einzuladen. Schafft es der Wirt nicht, sich des Eindringlings zu erwehren, übernimmt dieser den Körper ganz und von der ursprünglichen Person ist nichts mehr übrig, es sei denn der Dämon beschließt, die zweite Stimme im Kopf zu behalten. Dieser Prozess kann Minuten oder gar Monate dauern, wie ich betonen möchte, mit erneutem Verweis auf die Relation der Macht des Dämons und der Willensstärke des Opfers, welches sich der psychischen Vernichtung zu erwehren trachtet. Keine Besessenheit ist wie die andere, und kein kluger Dämon wird im Stile eines Horrorfilmes der alten Welt - mit Galle speienden, jungen Frauen im Nachthemd, welche bevorzugt über ihrem Bett herumschweben - diese für ihn gefährliche Phase der Übernahme deutlich machen und riskieren, nicht nur von seinem künftigen Wirt aufs Heftigste bekämpft zu werden. Ich würde dem Leser gern einen Rat geben, auf was zu achten ist, doch wer kann schon sagen, ob ein der Besessenheit unterworfener Mensch sein Verhalten ändert, und wenn ja, auf welche Weise? Wird er aggressiv, scheu, wendet er sich der Gesellschaft zu, von ihr ab, tut derjenige überhaupt etwas anders als üblich? Das alles hängt nicht nur von diesem, sondern auch dem Dämon und dessen Sadismus ab. Ich habe Geschichten von jungen Männern gehört, die Wochen ganz normal gelebt haben, nur im Traum von der dröhnenden Stimme geplagt, die sie dann für alle Umstehenden plötzlich zu korrumpieren schien ohne ein einziges Vorzeichen, von Frauen, welche nur kurz zum Brunnen gingen sich zu erfrischen und als Dämonen wiederkehrten - ich weiß nicht, ob das alles stimmt. Richtig ist nur, dass der Prozess eine unglaubliche psychische Belastung darstellt und, je länger er dauert, deutliche Anzeichen von Schlafstörungen, Paranoia, Erschöpfung und Ähnlichem auftauchen könnten.

In der Schwebephase zwischen Infiltration und Übernahme ist es in der Regel noch möglich, den Dämon auszutreiben – Rituale sind das Zauberwort und doch so ein schwammiger Begriff. Alles, was lichte Magie beinhaltet, also geweihte Relikte und Orte, schwächen einen Dämon und können verhindern, dass dieser den Griff um seinen Wirt festig, oder besagten Griff sogar lockert. Es genügt hierbei übrigens nicht, sich gottesfürchtig zu schimpfen und eine Robe anzuziehen, es ist ratsam einen Engel oder ähnliches hinzu zu ziehen, oder Objekte zu verwenden die von einem solchen geweiht wurden, aber auch ein Medium kann dem Opfer helfen, sich des Dämons von innen heraus zu erwehren (mit dem Risiko, selbst das nächste Ziel zu werden). Ein starker Geist vermag sich mit viel Mühe allein zu wehren, sich der flüsternden Stimme zu entziehen und die Präsenz aus sich zu verdrängen, doch in der Regel wird sich keine dunkle Kreatur einen Wirt aussuchen, den sie nicht auch zu bezwingen vermögen glaubt - es sei denn, sie ist verzweifelt oder rechnet nicht mit der Kraft, die ein Lebewesen im Todeskampf zu entwickeln vermag. Ob nun starke oder schwache Gegenwehr – jede Besessenheit bis zur Übernahme ist überaus kräftezehrend für beide Parteien.

Die Übernahme ist in dem Moment vollbracht, da der Dämon das Bewusstsein des Opfers vollständig ausgelöscht oder aber abgekapselt hat. Es soll ihnen möglich sein, dieses 'aufzuheben' und damit quasi als Stimme im Kopf zu behalten, es wurde jedenfalls von solchen Praktiken berichtet, wo in der alten Welt Dämonen wichtige Persönlichkeiten beherrscht hatten, sich aber deren Wissen und übliche Verhaltensweisen bewahrten und quasi wie Marionettenspieler weiter benutzten, um ihre Rolle perfekt zu spielen. Es besteht angeblich keine Chance für das Opfer, dann seinerseits wieder um das Vorrecht zu kämpfen und den Spieß umzudrehen, aber dazu kann ich nichts genaues sagen. Üblicher ist das völlige Verdrängen des vorherigen Bewusstseins und ist dieses einmal fort, kann auch kein Engel dieses zurück holen. Es ist gleich, ob der Wirt zuvor ein Mensch, Magier, Wandler oder sonst etwas war - mit der Übernahme gehen alle anderen Fähigkeiten verloren, nur noch die dämonischen verbleiben.
Einige wichtige Beobachtungen noch: Es ist essentiell, dass der Wirtskörper lebt. An einen toten Gegenstand oder Körper (oder einen Vampir) vermögen sich Dämonen zwar zu klammern, können ihn aber nicht zu einer Handlung oder Regung bringen, es ist quasi nur ein Pfahl, an den sie sich halten um nicht zu ertrinken, ohne Möglichkeit zu steuern. Das bedeutet, der Körper muss essen, trinken, atmen, schlafen - zwar in anderem Rahmen mit genügend Zeit, aber es muss sein. Im Gegenzug altert jene besessene Hülle nicht mehr und vermag die Unendlichkeit zu überdauern wie der Dämon selbst, sogar zur Fortpflanzung sind sie dann noch in der Lage und geben ihre dunkle Saat weiter.
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